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Hische baute Gehrden mit auf

Gehrden Hische baute Gehrden mit auf

Sozialdemokrat, Widerstandskämpfer und Maurermeister: Nach dem Zweiten Weltkrieg war Heinrich Hische der erste Bürgermeister in Gehrden und bis 1960 aktiv am Aufbau der Stadt beteiligt. Die SPD erinnerte an einen ihrer Gründer bei einer Feierstunde im Hischen Hus.

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Henning Harter (links) und Cord Mittendorf erinnern an Heinrich Hische, den ersten SPD-Bürgermeister in Gehrden nach dem Zweiten Weltkrieg.

Quelle: privat

Gehrden. Im März 1933 erklärt Heinrich Hische schriftlich, dass die Sozialdemokratische Fraktion aus den Kommunalwahlen in Gehrden als stärkste Partei hervorgegangen ist. Die SPD erhebt als Vertreter der Gehrdener Arbeiterschaft Anspruch auf die politische Mitwirkung. Die Sozialdemokraten haben nach Machtergreifung der Nationalsozialischen nichts unversucht gelassen, um ihre Rechte durchzusetzen.

Hische, der im März 1906 als 23-Jähriger die SPD in Gehrden mitgegründete, protestierte zuvor schriftlich gegen die Behinderung der Ratsarbeit und verteidigte die Volksrechte. Ohne Erfolg. Im Juni 1933 wurden Heinrich Hische und sieben weitere Genossen verhaftet. Bis Oktober saß der Maurermeister im Gefängnis. 

Genugtuung widerfuhr ihm erst nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges. Die Militärregierung setzte am 28. April 1945 die damaligen Gemeinderäte ab und bestellte politisch unbelastete Bürger als Beiräte. Dazu gehörte auch Heinrich Hische. Er löste Ottomar von Reden als Bürgermeister ab. Bis 1960 blieb Hische im Amt. Die Schaffung von Wohnraum stand im Mittelpunkt der Ratspolitik. Der private und der soziale Wohnungsbau wurde angekurbelt. Gehrden wuchs, auch Schulgebäude und Turnhallen sind damals errichtet worden. 

Am 9. Juli 1959 erhielt Gehrdens erster Nachkriegsbürgermeister eine hohe Auszeichnung. Bundespräsident Theodor Heuss verlieh ihm das Verdienstkreuz am Bande. Hische wurde Ehrenvorsitzender der SPD Gehrden. Ihm zu Ehren wurde eine Straße benannt, der Heinrich-Hische-Weg im Ortskern.

Eine Chronik der SPD Gehrden belegt eindrucksvoll die Ereignisse und die Verdienste Hisches, der 1965 im Alter von 82 Jahren starb. Am Sonnabend würdigte die SPD das Wirken Hisches – stilvoll im Gasthaus Hischen Hus. Mit dabei: Cord Mittendorf, der nach Heinrich Hische und Gerhard Oberkönig als dritter sozialdemokratischer Bürgermeister die Tradtion fortsetzt.

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Wolfgang Petter, der Ende 2006 starb, befestigte die wichtigsten Daten zu Heinrich Hische am gleichnamigen Straßenschild.

Quelle: privat
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