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Alle Steine sind wieder fest

Gehrden Alle Steine sind wieder fest

Die Sanierung der Margarethenkirche in Gehrden ist abgeschlossen. Die Arbeiten an der Fassade des Gotteshauses haben neun Monate gedauert.

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Jürgen Steindorf vom Amt für Bau- und Kunstpflege, Kirchenvorstandsmitglied Ulla Hentschel, Pastor Wichard von Heyden und die Vorsitzende des Kirchenvorstandes der Margarethengemeinde Doroteha Freifrau von Schlotheim begutachten den renovierten Sockel der Margarethenkirche.

Quelle: Wirausky

Gehrden. Pastor Wichard von Heyden und die Vorsitzende des Kirchenvorstandes der Margarethengemeinde, Dorothea Freifrau von Schlotheim, sind Steine vom Herzen gefallen. „Wir sind froh, dass die Bauphase nun beendet ist“, sagen beide – gerade rechtzeitig vor den Konfirmationsfeier im Mai. Steine beziehungsweise größere Gesteinsbrocken fielen auch aus der Fassade der Margarethenkirche und landeten vor dem Kirchenportal. „Es bestand Verletzungsgefahr für die Besucher der Kirche“, erzählt Jürgen Steindorf vom Amt für Bau- und Kunstpflege. 

Die Folge: Die Fassade der im Jahr 1250 errichteten Margarethenkirche musste renoviert werden. Jeder einzelne Stein der Kirche sei abgeklopft worden, berichtet der kirchliche Bausachverständige. Etwa 200 Steine mussten in den vergangenen neun Monaten ausgetauscht und ausgebessert worden, sagt Steindorf, der die Bauarbeiten koordiniert hat. Die brüchigen Quader werden herausgestemmt und durch neue, härtere Kalksteine ersetzt, berichtet Steindorf. Auch die Füllungen zwischen den Steinen waren porös. Die Gemäuer mussten deshalb neu verfugt werden. An der Ostseite des 33 Meter hohen Kirchturms mussten zudem Säulen erneuert werden. „Sie waren witterungsbedingt stark beschädigt“, erläutert Steindorf. Renoviert wurde auch der Sockel der Kirche. Dort haben die Arbeiter hinter den Steinen unter anderem Torf und Sand gefunden. „Das uralte Material haben wir herausgeholt“, sagt Steindorf.

 Ganz im Zeitplan sind die Arbeiten, zu denen große Teile der Kirche eingerüstet werden mussten, nicht geblieben. Das lag auch an den Falken und Mauerseglern, die sich im Kirchturm einnisten. „Auf sie haben wir Rücksicht genommen“, sagt Steindorf. Die Bauarbeiten, die im Frühjahr vergangenen Jahres beginnen sollten, wurden verschoben worden, weil ein Turmfalkenpärchen im oberen Stockwerk des Gotteshauses nistete. Um die Tiere nicht mit Baulärm zu vertreiben, hatte der Kirchenvorstand in Absprache mit dem Naturschutzbund, der Stadt und einem Biologen das Ende der Brutzeit und die Flugreife der Jungtiere abgewartet. Dadurch sei man allerdings in die Winterphase gekommen, „und wir mussten während der Frostperioden die Arbeiten unterbrechen“, so Steindorf.

Die Kosten für die umfassende Sanierung der Margarethenkirche liegen bei etwa 220 000 Euro und damit rund 70 000 Euro über der Kalkulation. 50 000 Euro der Gesamtsumme zahlt der Kirchenkreis, den Rest übernimmt die Landeskirche.

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Von Redakteur Dirk Wirausky

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