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Kirchturm wird komplett in Metall gehüllt

Gehrden Kirchturm wird komplett in Metall gehüllt

An der Margarethenkirche haben die Arbeiten für die großflächige Sanierung der verwitterten Glockenturmfassade begonnen. Rund um den 33 Meter hohen Turm wird zunächst mehrere Tage lang ein stabiles Metallgerüst errichtet – mit einer schwebenden Konstruktion über dem Kirchenschiff.

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Mitarbeiter eine Firma für Gerüstbau errichten rund um den Kirchturm eine Tragkonstruktion für mehr als 600 begehbare Holzbohlen. Auf der Ostseite des Turms (siehe Bildergalerie) soll das Gerüst nicht mit dem gesamten Gewicht auf das Dach des Kirchenschiffs drücken und wird deshalb in Spezialbauweise mit umliegenden Gerüstteilen verankert.

Quelle: Ingo Rodriguez

Gehrden. Startschuss für die Fassadenerneuerung: Mitarbeiter eine Firma für Gerüstbau aus Herford bauen derzeit rund um den Kirchturm eine Tragkonstruktion für mehr als 600 begehbare Holzbohlen. Drei Tage soll es dauern, die rund 1000 Quadratmeter große Sanierungsfläche einzurüsten – auf sieben Ebenen, mit drei Lastwagenladungen Material.

Das Besondere: Auf der Ostseite des Turms soll das Gerüst aus Sicherheitsgründen nicht mit seinem gesamten Gewicht auf das Dach des Kirchenschiffs drücken. „Deshalb wird es in Spezialbauweise schwebend errichtet: freitragend, ohne direkten Kontakt mit dem Erdboden, sondern verankert in querenden Gerüstebenen“, sagt ein Mitarbeiter.

Rund 150 000 Euro kostet es laut Kirchenvorstand der Margarethengemeinde, rund um Glockenturm das marode Mauerwerk instand zu setzen. „100 000 Euro übernimmt die Landeskirche, der Kirchenkreis zahlt 50 000 Euro“, sagt die Vorsitzende Dorothea von Schlotheim. Die Bauarbeiten sind bereits seit längerer Zeit geplant – und dringend erforderlich: Vor dreieinhalb Jahren waren zum Teil faustgroße Steine des Turms vor das Kirchenportal gefallen.

Sicherheitsbedenken hatten Experten nach einer ersten Reparatur zwar nicht mehr geäußert. Bei Stichproben hatten Gutachter aber festgestellt, dass die gesamte Turmfassade wegen erheblicher Schäden im Mauerwerk saniert werden muss. Etliche Sandsteine sind großflächig verwittert. „Die Füllungen sind porös und platzen nach Frost auf“, weiß von Schlotheim. Die beschädigten Steine sollen etwa zehn Zentimeter tief herausgemeißelt und ersetzt werden. Schwerpunkt sei die westliche Wetterseite des Haupteingangs. Untersucht wird aber der gesamte Turm.

Es ist ein Bauprojekt mit großer Bedeutung: Der 33 Meter hohe Turm der Margarethenkirche wurde um 1250 errichtet. Sein markanter Treppengiebel befindet sich sogar im Stadtwappen. Trotzdem waren die Bauarbeiten im Frühjahr verschoben worden: weil ein Turmfalkenpärchen im oberen Stockwerk des Gotteshauses nistete. Um die Tiere nicht mit Baulärm zu vertreiben, hatte der Kirchenvorstand in Absprache mit dem Naturschutzbund, der Stadt, einem Biologen und dem Naturschutzbeauftragten das Ende der Brutzeit und die Flugreife der Jungtiere abgewartet.

Die Arbeiten sollen jetzt mehrere Wochen lang andauern. Bis zum Abschluss der Sanierung wird laut Vorstand nur der Südeingang der Kirche benutzt.

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Fotostrecke Gehrden: Kirchturm wird komplett in Metall gehüllt

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