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Sprungturm im Delfi-Bad wird doch gerettet

Gehrden Sprungturm im Delfi-Bad wird doch gerettet

Der Turm ist gerettet: Die Besucher des Delfi-Bades müssen nicht mehr lange auf Sprünge vom Einmeterbrett oder aus drei und fünf Metern Höhe verzichten. Die seit etwa einem Jahr aus Sicherheitsgründen gesperrte Sprunganlage muss nun doch nicht abgerissen werden und einem Neubau weichen. Eine Sanierung ist möglich.

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Weil der Sprungturm gesperrt ist, baut Schwimmmeister Alexander Dreger (siehe Bildergalerie) zurzeit regelmäßig für Kinder die Startblöcke zum Springen auf.

Quelle: Ingo Rodriguez

Gehrden. Vor allem für etliche Kinder und Jugendliche ist die angekündigte Rettung des maroden Sprungturms ein Grund zur Freude. „Wenn die Anlage wie befürchtet abgerissen und neu gebaut worden wäre, hätte es künftig wegen neuerer Vorgaben keinen Fünfer mehr gegeben“, sagt der Schwimmmeister und Betriebsleiter Alexander Dreger.

Doch ein Abriss und ein anschließend erforderlicher Neubau für geschätzte Gesamtkosten von rund 90 000 Euro ist nun vom Tisch. Dieser Plan ist hinfällig – und das, obwohl der ganze Turm wegen zu geringer seitlicher Abstände zwischen den einzelnen Ebenen nicht mehr den neuesten Bestimmungen entspricht. Das war im Sommer 2015 bei einer Sicherheitsüberprüfung festgestellt worden. Deshalb ist die Sprunganlage seitdem gesperrt.

Gemeinsam mit der Gemeindeunfallkasse und einer Architektin hat die Stadt für die beliebte Besucherattraktion im kommunalen Delfi-Bad aber nun einen Rettungsplan entwickelt. „Ein Gutachter hat das Konzept zum Erhalt des Turms geprüft und mit leichten Veränderungen genehmigt“, sagt Dreger. Der genaue Zeitplan für die Sanierung steht nach Angaben des Betriebsleiters zwar noch nicht fest. Die Anlage soll laut Dreger aber in mehreren Stufen umgebaut werden.

Demnach muss in Kürze zumindest der frei stehende Aufbau für das Ein-Meter-Sprungbrett abgerissen und neu gebaut werden. Laut Stadtverwaltung wird für rund 15 000 Euro eine neue Spezialanfertigung für Sprünge vom „Einer“ errichtet. Die Konstruktion sei schon bestellt worden, sagt der zuständige Mitarbeiter Edmund Jansen. Der Aufbau soll kurzfristig und an einem Tag erledigt werden – möglichst noch in diesem Jahr.

In einem zweiten Schritt steht anschließend die Erneuerung des 52 Jahre alten Turms auf dem Programm – inklusive Sanierung der Aufstiege und Treppengeländer. Die seitlichen Abstände zwischen den beiden Sprungebenen werden nach Angaben des Betriebsleiters mit einem Umbau vergrößert. „Indem das schmale Dreimeterbrett durch eine breitere Bodenplattform ersetzt wird, die seitlich versetzt wird“, sagt Dreger. Zum Sanierungspaket gehören auch rutschhemmende Beschichtungen auf den Ebenen. „Derzeit warten wir auf Angebote“, sagt Jansen.

Der gesamte Umbau soll so reibungslos wie möglich und mit kurzen Schließzeiten erledigt werden. Für Schwimmmeister Dreger und seine Kollegen endet dann auch eine beschwerliche Zeit. Weil für die Abnahme verschiedener Schwimmabzeichen und im Schulunterricht auch Sprünge gefordert werden, muss er regelmäßig ersatzweise zumindest die schweren Startblöcke aufbauen. „Das mache ich auch im laufenden Betrieb auf Wunsch von Kindern und Jugendlichen“, sagt er.

Freibadbilanz: September rettet die Saison

In der abgelaufenen Sommersaison sind im Delfi-Bad in den Monaten Juni, Juli, August und September insgesamt 57 157 Badegäste gezählt worden – rund 5000 mehr als im Sommer 2015. Das hat jetzt die Gehrdener Stadtverwaltung mitgeteilt.

Als kluge Entscheidung habe es sich erwiesen, die Freibadsaison wegen des sehr guten Wetters Anfang September um eine weitere Woche zu verlängern, sagt Betriebsleiter Alexander Dreger. Allein in der Zusatzphase vom 11. bis zum 18. September seien noch einmal rund 5500 Besucher in das Delfi-Bad gekommen. Zum Vergleich: Im Hallenbad werden laut Dreger außerhalb der Freibadsaison durchschnittlich rund 7000 Besucher pro Monat registriert.

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