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Mit mehr Geschwindigkeit ins Netz

Gehrden Mit mehr Geschwindigkeit ins Netz

Schnelle Internetverbindungen werden immer wichtiger. Für Unternehmen – aber auch als Anreiz für den Zuzug von Familien. Doch noch immer gibt es vor allem in den Ortsteilen „weiße Flecken“.

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Ein Netzwerkkabel steckt in einer Buchse an einem Router für den DSL- und Telefonanschluss. Im Calenberger Land sind die Kommunen bemüht, die Breitbandversorgung zu verbessern.

Quelle: Armin Weigel

Gehrden/Ronnenberg. Gehrden steht gut da – zumindest die Kernstadt. 22 der insgesamt 33 Kabelverzweigungen sind laut Lennart Heise mit Glasfaser erschlossen. In der Kernstadt liegt die Übertragungsgeschwindigkeit bei bis zu 100 Megabit pro Sekunde, berichtet der Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung in der Region. Im Neubaugebiet Großes Neddernholz und in der Oberschule sind dank Glasfaserkabel sogar Bandbreiten bis zu 250 Megabit pro Sekunde möglich. „Ein schnelles Internet ist ein wichtiges Standortkriterium“, sagt Heise.

Doch nicht überall sieht es so gut aus. Bisher verfügen viele Haushalte in den Ortsteilen nur über Bandbreiten von 16 Megabit pro Sekunde.  Doch das soll sich noch in diesem Jahr ändern. Die Anbieter Northern Access und htp hätten zugesagt, die Verbindungen mit Glasfaser zu erschließen. Damit werden den Nutzern Bandbreiten bis zu 50 Megabit pro Sekunde zur Verfügung gestellt. Danach sind 99,1, Prozent der Adressen in Gehrden erschlossen.

Allerdings: Zwei weiße Flächen im Stadtgebiet werden bleiben: Der Bereich Goldener Winkel/Schulgarten in Northen mit 15 Haushalten und die Kirchwehrener Straße in Ditterke mit 20 Haushalten. Bisher habe sich kein Anbieter gefunden, der bereit sei, in dieses Gebiet zu investieren. Nun will die Region eingreifen – in Form eines Interessenbekundungsverfahren. „Wir werden noch einmal einen Vorstoß wagen und hoffen, dass sich ein Anbieter bereit erklärt, den Ausbau zu übernehmen“, sagt Heise. Ein finanzieller Anreiz für die Investoren sei möglicherweise durch Fördermittel von Bund und Land gegeben. Damit könnte die sogenannte Wirtschaftlichkeitslücke geschlossen werden. „Vielleicht finden wir so eine Lösung für die unterversorgten Bereiche“, sagt Heise.

In Wennigsen, Bredenbeck und der Wennigser Mark hat der Telekommunikations-Anbieter htp Anschlüsse mit Hochgeschwindigkeitsleitungen versorgt. Noch in diesem Monat sollen die Arbeiten abgeschlossen werden.

Die Stadt Ronnenberg hat für die „weißen Flecken“ in der Breitbandversorgung – Benthe, Ihme-Roloven, Linderte und Vörie – mit der Region eine Offensive gestartet. „Die Telekom will das DSL-Netz in Benthe in den nächsten drei Jahren auf den neuesten Stand bringen“, sagt Fachbereichsleiter Wolfgang Zehler. Für die eklatant unterversorgten südlichen Stadtteile – in Linderte liegt die Internetleistung unter zehn Megabit – hat die Region eine Ausschreibung gestartet. Anbietern winkt als Anreiz eine finanzielle Förderung von Bund und Land (90 Prozent). Zehn Prozent würden sich Stadt und Region teilen.

In Barsinghausen gibt es nach den jüngsten Investitionen der Telekom kaum noch Lücken. In der Kernstadt, in Egestorf und Kirchdorf bietet die Telekom flächendeckend Bandbreiten von 100 Megabit pro Sekunde an. In den meisten nördlichen Ortsteilen betreibt der Versorger htp ein leistungsfähiges Netz. Kleinere Leistungslücken gibt es noch im Gewerbegebiet zwischen Barsinghausen und Goltern, wo die Motorenteilehersteller Bergmann Automotive und Federal-Mogul ansässig sind.

Von Dirk Wirausky/Kerstin Siegmund/Andreas Kannegiesser

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