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Wird Schülerzahl an der Oberschule begrenzt?

Gehrden Wird Schülerzahl an der Oberschule begrenzt?

Die Stadt überlegt, die Schülerzahl an der Oberschule zu begrenzen. Grund ist die Raumnot an der Schule und die fehlenden wirtschaftlichen und räumlichen Möglichkeiten, die Einrichtung zu erweitern. Den Plänen muss die Politik allerdings noch zustimmen.

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Vor zwei Jahren hat die Oberschule einen neuen Anbau bekommen. Doch der Platzmangel ist geblieben.

Quelle: (c) Ulrich Pucknat Hannover

Gehrden. Die Oberschule Gehrden ist ein Erfolgsmodell. Seit Jahren steigen die Schülerzahl. Zurzeit werden etwa 650 Jungen und Mädchen unterrichtet. Doch das große Interesse an der Schule bringt inzwischen auch Probleme. Sie platzt aus allen Nähten – obwohl sie erst 2015 um einen neuen Gebäudekomplex erweitert worden ist.

Doch die Raumnot ist akut. „Wir müssen Sprachlernklassen zeitweise auf dem Flur unterrichtet“, sagt der stellvertretende Schulleiter Arne Lechmann. Dazu fehlen Räume für die geforderte Differenzierung in den Fächern Deutsch, Englisch und Mathematik. „Wir haben auch keine Rückzugsmöglichkeiten beispielsweise für Elterngespräche“, sagt Lechmann. Dauerhaft würden die beengten Verhältnisse zu Unzufriedenheit bei Lehrern und Schülern führen. „Das will niemand“, sagt er. Gut zehn zusätzliche Unterrichtsräume würden gebraucht.

Zwar wird in der Oberschule demnächst eine größere Mensa gebaut und die Sanitäranlagen werden modernisiert, doch mehr soll es vorerst nicht sein. Eine Ausdehnung kommt nach Meinung der Verwaltung nicht in Frage, weil auf dem Gelände an der Lange-Feldstraße kein Platz mehr ist. Auf dem Areal des Bolzplatzes neben der Oberschule soll eine neue Grundschule errichtet werden. Und überhaupt das Geld: Höchste Priorität auf dem Bildungssektor haben zurzeit die Grundschulen, in die mehr als 10 Millionen Euro investiert werden soll.

Ein weiterer Grund, der aus Sicht der Stadt gegen eine Erweiterung der Oberschule spricht: 45 Prozent der Schüler kommen nicht aus Gehrden. Und für die Beschulung auswärtiger Kinder und Jugendlicher soll kein weiteres Geld in den Ausbau des Gebäudes gesteckt werden. Die Stadt will anders auf den Platzmangel reagieren. Sie möchte die Zahl der Schüler an der Oberschule begrenzen. Die Landesschulbehörde ist bereits informiert worden und kann der Argumentation der Stadt offenbar auch folgen. Lechmann hat durchaus Verständnis für die Haltung der Stadt. Aufgrund der aktuelle Situation sei es vermutlich sinnvoll, über eine Obergrenze nachzudenken.

Unklar ist allerdings die Erlasslage. Demnach ist eine Begrenzung für Oberschulen nicht vorgesehen. Auch Schüler dürfen danach nicht abgewiesen werden. Ansonsten besteht für Eltern die Möglichkeit, einen Platz für ihr Kind einzuklagen.

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