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Gehrden Kinder helfen Kindern

Eine Gruppe von Siebtklässlern der Oberschule Gehrden kümmert sich um Jungen und Mädchen aus Flüchtlingsfamilien. Sie bereiten verschiedene Aktionen vor.

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Die OBS-Küken mit Diakonin Katrin Wolter: Siebtklässler der Oberschule Gehrden leisten aktive Integrationshilfe.

Quelle: Wirausky

Gehrden. "Wir wollen die Augen nicht vor diesem Thema verschließen, sondern aktiv helfen", sagt der zwölfjährige Timo. Er ist einer von zwölf Jungen und Mädchen der Oberschule, die seit den Sommerferien einer Arbeitsgemeinschaft (AG) angehören. Ziel ist es, zur besseren Integration von Kindern aus Flüchtlingsfamilien beizutragen. OBS-Küken nennt sich die Gruppe, die von der Diakonin Katrin Wolter und Lehrerin Anke Ballhausen betreut wird.

Auch Leila gehört dazu. Die 13-Jährige kam vor drei Jahren aus der syrischen Hauptstadt Damaskus nach Gehrden, und sie weiß, wie es den Landsleuten geht. "Sie haben viele schlimme Dinge erlebt", sagt Leila. Sie wolle mit ihren Mitschülern dazu beitragen, dass die Kinder wieder glücklich sind und lachen können.

Einen ersten Kennlern-Nachmittag hat es im Dezember bereits gegeben. 29 Jungen und Mädchen der Klassen 1 bis 6 waren ins Jugendpavillon gekommen, um mit den OBS-Küken einige vergnügliche Stunden zu verbringen. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. "Die Kinder waren fröhlich und haben viel gelacht", freut sich der 13-jährige Philipp. Bereits auf dem Weg zum Jupa seien die Gäste "total aufgeregt" gewesen, berichtet der gleichaltrige Claas. Es habe allen großen Spaß gemacht. Und die Verständigung klappte bestens, "notfalls mit Händen und Füßen", erzählt die 13-jährige Kim.

Die OBS-Küken haben sich nicht nur viel Mühe bei den Vorbereitungen des Spielenachmittags gegeben, sondern auch frühzeitig persönlichen Kontakt zu den Flüchtlingskindern aufgenommen. "Es ist wichtig, dass wir Vertrauen aufbauen", weiß Leila. Das findet auch Kim. "Wir wollen behutsam vorgehen, den Kindern die Ängste nehmen und vor allem auch etwas über die Menschen erfahren", sagt die 13-Jährige.

Behutsam vorbereitet worden ist auch die Gruppe von Katrin Wolter und Anke Ballhausen. Es gab Treffen mit Integrationsbeauftragten und Integrationslotsen. Dort wurden die Siebtklässler über die Situation der Flüchtlinge aufgeklärt.

Die nächste Aktion ist bereits in Planung. Demnächst trifft sich die Gruppe mit den Flüchtlingskindern zum Basteln und zum Backen - als Vorbereitung auf den Tag der offenen Tür, den die Oberschule am 24. Februar veranstaltet. Dort werden die OBS-Küken auch einen Stand aufbauen.

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