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Museum im Siemens-Geburtshaus eingerichtet

Lenthe Museum im Siemens-Geburtshaus eingerichtet

Anlässlich des 200. Geburtstages wurde das Geburtshaus des späteren Erfinders und Firmengründers Werner von Siemens auf dem Obergut in Lenthe aufwändig saniert. Im Erdgeschoss wurde ein kleines Museum eingerichtet, das nun offiziell eröffnet worden ist.

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Friedrich von Lenthe begrüßt die Gäste. Darunter ist auch Adelheid von Wackerbarth (sitzend), ihre Großmutter war eine geborene Siemens und die Enkelin von Werner von Siemens.

Quelle: Hartung

Gehrden. Sein Dankeschön galt vielen Beteiligten. Aber die Vertreter der Werner-Siemens-Stiftung erhielten besonders warme Worte von Friedrich von Lenthe. „Gut, dass mich Herr Scheidegger damals angerufen hat. Für uns als landwirtschaftlichen Betrieb wäre das alles hier niemals umsetzbar gewesen“, sagte der Besitzer vom Obergut Lenthe. Dort befindet sich das Geburtshaus von Werner Siemens – und nun im Erdgeschoss dieses Gebäudes auch das Siemens-Museum.

Herr Scheidegger, das ist Ludwig Scheidegger. Der Schweizer ist Vorsitzender des Kuratoriums der Werner-Siemens-Stiftung mit Sitz in der Stadt Zug in seinem Heimatland. Rund eineinhalb Jahre dauerten Sanierung und Umbau zu einem Museum – all dies hatte Scheidegger in seinem Telefonat Friedrich von Lenthe vorgeschlagen und nach einem Besuch vor Ort entsprechende Mittel in Aussicht gestellt. Und was hat es gekostet? „Ach, wissen Sie, wenn es ums Geld geht, dann schweigen wir Schweizer gern“, sagte der Vorsitzende und lächelte höflich.

Das Museum enthält nun im Jahr des 200. Geburtstags von Werner Siemens einen Rückblick auf dessen Leben, von 1816 bis 1823 war der heutige Gehrdener Ortsteil sein Zuhause. Zu sehen sind Schrifttafeln, Bilder und natürlich Exponate oder Erzählungen zu seinen größten Erfindungen. Dazu zählten, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, die Dynamomaschine (1866) zur Umwandlung von Kraft in Energie, die erste elektrische Lokomotive in Berlin (1879) und die Inbetriebnahme der Indo-Europäischen Telegraphenlinie von London nach Kalkutta. Nachrichten kamen über diese 11 000 Kilometer nun in 28 Sekunden an – und nicht mehr nach mehreren Wochen wie zuvor. Wichtig war der Stiftung jedoch auch, in dieser Dauerausstellung die Persönlichkeit von Siemens abzubilden, während ein vergleichbares Museum in München die Firma in den Fokus rückt.

Geöffnet hat das Museum Donnerstag 14 bis 18 Uhr und Sonntag 11bis 17 Uhr sowie nach Vereinbarung. Der Eintritt ist frei

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Fotostrecke Gehrden: Museum im Siemens-Geburtshaus eingerichtet

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Von Stephan Hartung

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