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Es fehlt eine Mehrzweckhalle

Gehrden Es fehlt eine Mehrzweckhalle

Der Sportstättenbedarfsplan für Gehrden ist vorgelegt worden. Die wichtigsten Ergebnisse: Es fehlen Hallen und Sportanlagen. Unter anderem schlägt der Gutachter den Bau einer Multifunktionshalle vor.

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Die Sporthalle am Bad ist stark ausgelastet - von Vereinen und Schule. Außerdem muss sie dringend saniert werden.

Quelle: Wirausky

Gehrden. "Wenn ich ehrlich bin, ist mir jetzt ziemlich schwindelig", sagte Heinz Strassmann (Bündnis 90/Die Grünen). Die Fülle an Fakten, Daten und Zahlen des Sportstättenbedarfsplans, den der Garten- und Landschaftsarchitekt Dieter Grundmann den Politikern des Ausschusses für Bildung, Soziales und Senioren vorstellte, hatte dem grünen Fraktionsvorsitzenden zugesetzt. Schwindelig war ihm aber wohl vor allem aus einem Grund: In Gehrden fehlen den Sportlern Hallen und Sportplätze. "Die Anlagen sind stark ausgelastet", sagte Grundmann. Der Sportbetrieb in den Hallen sei nur noch eingeschränkt möglich. "Es gibt nicht genügend Hallenzeiten", sagte Grundmann. Es bestehe Handlungsbedarf.

Grundmanns gut 90-seitige Analyse wird die Parteien in den nächsten Wochen und Monaten vermutlich arg beschäftigen. Folgt man dem Experten, dann muss die Stadt investieren, um allen Sporttreibenden gerecht zu werden.  Und er hat auch schon ein paar Ideen. Priorität habe der Bau einer Multifunktionshalle - entweder auf dem Gelände der ehemaligen Tennishalle an der Schulstraße oder auf einer Fläche des Delfi-Bades. Alternativ könnte eine Halle plus Außensportanlage auch nördlich der Kernstadt an der Ronnenberger Straße errichtet werden. Ein weiterer wichtiger Schritt sei die Sanierung und Modernisierung der stark von Vereinen und Schulen frequentierte Sporthalle am Bad.

Damit nicht genug. Den Bau eines zweiten Sportplatzes bei der SG Everloh-Ditterke hat Grundmann auf seiner Liste - möglichst als Kunstrasenplatz, der auch vom SV Northen-Lenthe genutzt werden könnte. Außerdem liege Everloh dicht an der Kernstadt. Auch in Leveste mache ein zweiter Sportplatz Sinn. Grundmann schlug den Politikern zudem vor, die Sportanlage am Knülweg zu erhalten - für den Schulsport.

Weniger rosig sind die Empfehlungen für Northen-Lenthe und Lemmie. Dort sollten die Anlagen zwar erhalten bleiben, investieren würde Grundmann aber nicht. Im Gegenteil: Eine Sanierung des maroden Vereinsheims des MTV Lemmie lehnt er ab. Notfalls müssten Sanitärcontainer aufgestellt werden. Im Vergleich zu den anderen Plätzen sei die Auslastung der Anlage in Lemmie gering.

Grundmann empfahl dringend, einen runden Tisch mit allen Beteiligten einzuberufen. "Es muss das Bewusstsein geschärft werden, dass die Sportstätten im Stadtgebiet von den Vereinen gemeinsam genutzt werden", betonte Grundmann. Das Konzept wird den Vereinsvertretern am 21. Juni vorgestellt. Die Politiker wollen sich zudem mit dem Gutachten in einer weiteren Sitzung befassen.

Über eines wurde bei der Präsentation des Sportstättenbedarfsplans nicht gesprochen: über die Kosten der Vorschläge. Vielleicht auch gut so. Wie sagte doch Heinz Strassmann? "Mir wird bei dem Gedanken daran, was wir alles finanzieren müssten, schwindelig."

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Von Redakteur Dirk Wirausky

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