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Längere Betreuung im Hausaufgabenprojekt

Gehrden Längere Betreuung im Hausaufgabenprojekt

Die Elternproteste haben Wirkung gezeigt: Stadt Gehrden will in dem Hausaufgabenprojekt auch eine Betreuung bis 16.30 Uhr anbieten. Im Jugendpavillon sollen 25 Plätze eingerichtet werden. Derweil werden nach und nach die Hortplätze abgeschafft.

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Auslaufmodell: In Gehrden werden nach und nach die Hortplätze abgeschafft. Die Grundschüler werden dafür im Hausaufgabenprojekt betreut.

Quelle: Wirausky

Gehrden. Der Hort ist in Gehrden ein Auslaufmodell. Vielmehr sollen dauerhaft alle Hortplätze aufgelöst werden. Dafür soll den berufstätigen Eltern von Grundschülern die Betreuung im Hausaufgabenprojekt angeboten werden. Dieses Ansinnen hatte jüngst für großen Unmut bei den Eltern gesorgt, weil eine Nachmittagsbetreuung in den Hausaufgabengruppen nur bis 15.30 Uhr angeboten werden sollte. Die Verwaltung hat auf die Proteste jetzt reagiert. Zwar bleibt es dabei, dass es in zwei Jahren keine Plätze in einem Hort mehr geben wird, doch im Jugendpavillon sollen zum nächsten Schuljahr 25 Plätze eingerichtet werden, wo Jungen und Mädchen zusätzlich bis 16.30 Uhr bleiben können. Dort werden die Grundschüler vom Personal der Jugendpflege betreut. „Wir glauben damit eine Lösung für diejenigen gefunden zu haben, die eine längere Betreuungszeit benötigen“, sagte Fachbereichsleiter Ralf Geide in der Ratssitzung. Damit solle gewährleistet werden, dass Familie und Beruf miteinander vereinbart werden können.

Die Gruppe Grüne/Linke kritisierte den Plan, den Hort aufzulösen. Das sei ein Rückschrtt, meinte Heinz Strassmann. Die Betreuung in einem Hort habe höhere Standards, sagte er. So müssten dort ausgebildete Erzieherinnen und Sozialassistenten eingesetzt werden.

Dem widersprach Christiane Schmieder. „Wir sind von der Qualität des Hausaufgabenprojekts überzeugt“, sagt die Christdemokratin. Es sei anders, aber nicht schlechter. Die Arbeit dort sei strukturiert und pädagogisch wertvoll. Michael Passior (SPD) forderte, dass auch in dem Hausaufgabenprojekt Fachpersonal beschäftigt werden müsse.

Die Nachmittagsbetreuung von Grundschülern ist begehrt. Geide rechnet derzeit mit 190 Jungen und Mädchen, deren Eltern sich zum nächsten Schuljahr einen entsprechenden Platz wünschen. Für Schmieder ist die Unterbringung der Kinder im Hausaufgabenprojekt auch nur eine Interimslösung – „bis wir Ganztaggrundschulen haben.“ Das sieht auch Strassmann so: „Eine Ganztagsbeschulung ist zwingend nötig.“

Heinrich Springhorn (AfD) konnte die gesamte Diskussion nicht nachvollziehen. Er sei entsetzt darüber, dass Eltern ihre Kinder einfach in eine Betreuung abschieben. „Es ist ein Tollhaus, dass Kinder wie Gegenstände behandelt werden“, schimpfte er.

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Von Redakteur Dirk Wirausky

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