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Stadt erhöht die Steuern

Gehrden Stadt erhöht die Steuern

Die Stadt plant, in verschiedenen Bereichen die Steuer zu erhöhen. So sollen die Grundsteuern A und B um 6,5 Prozent steigen. Auch die Haltung von Hunden wird ab dem nächsten Jahr teurer.

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Die Stadt Gehrden hat Geldsorgen. Nun soll die finanzielle Situation durch die Anhebung von Steuern verbessert werden.

Quelle: Robert Schlesinger

Gehrden. In gleich drei Bereichen schlägt die Verwaltung vor, die Steuern zu erhöhen. So sollen zum 1. Januar die Grundsteuer A (landwirtschaftliche Flächen) und die Grundsteuer B (bebaute Grundstücke) von zurzeit 460 auf 490 Prozentpunkte steigen. Die Stadt verspricht sich davon Mehreinnahmen in Höhe von knapp 210000 Euro pro Jahr. Betroffen davon sind alle Haus- und Grundstücksbesitzer. Auf sie kommen im Schnitt jährliche Mehrkosten von 25 Euro bei der Grundsteuer A und 34 Euro bei der Grundsteuer B zu. Damit liegt Gehrden zurzeit im oberen Mittelfeld der Region. Zum Vergleich: In Barsinghausen liegt der Hebesatz für die Grundsteuern bei 560 Prozentpunkten, in Ronnenberg bei 480.

Eine jährliche Mehreinnahme von etwa 6000 Euro soll die Anhebung der Hundesteuer bringen. Hundehalter müssen künftig 77 Euro (bisher 70 Euro) für den ersten Hund, und 186 Euro (bislang 155 Euro) für jeden weiteren Hund zahlen. Zusätzliche Erträge von 4700 Euro im Jahr verspricht sich die Stadt von der Vergnügungssteuer. Auf Spielautomaten mit Gewinnmöglichkeiten, die in Spielhallen aufgestellt sind, wird ab 2016 eine Steuer von 192 (bisher 160 Euro) erhoben. Geräte außerhalb von Spielhallen kosten 84 statt 70 Euro pro Jahr.

Alle Schritte seien mit den vier Ratsfraktionen im Rahmen der Haushaltskonsolidierungsgespräche abgestimmt, sagt Fachbereichsleiter Daniel Ramsay. "Ich rechne deshalb mit keiner großen Debatte", sagt er. Zu den Erhöhungen gebe es angesichts des defizitären Haushalts keine Alternativen, sagt Ramsay.  Gleichwohl sind für ihn die geplanten Steuererhöhungen eher ein Signal in Richtung Kommunalaufsicht. "Wir können mit den Mehreinnahmen unseren Haushalt nicht sanieren", sagt er. Die Kommunalaufsicht habe die Stadt aber aufgefordert, jede Ausgabe und Investition zu prüfen, und die Einnahmeseite zu verbessern.

Von Dirk Wirausky

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