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Ist der Sprungturm noch zu retten?

Gehrden Ist der Sprungturm noch zu retten?

Rettungsplan: Die Stadt Gehrden nutzt die Freibadsaison, um in der Schwimmhalle des Delfi-Bades Ausbesserungsarbeiten erledigen zu lassen. Nur die Renovierung des seit Monaten gesperrten Sprungturms verzögert sich. Die 52 Jahre alte Anlage soll mithilfe von Experten vor dem Abriss bewahrt werden.

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Beliebt, aber gesperrt: Der Sprungturm im Hallenbad entspricht nicht mehr den neuesten Sicherheitsbestimmungen. Derzeit wird deshalb an Umbauplänen gearbeitet, um einen kostspieligen Abriss und Neubau zu verhindern.

Quelle: Ingo Rodriguez

Gehrden. Gut ein Jahr ist es inzwischen her: "Da hat es laut geknackt, als ein Badegast vom Dreier springen wollte" erinnert sich Schwimmmeister Julian Pengel. Verletzt wurde bei dem Zwischenfall glücklicherweise niemand. "Weil das Sprungbrett aus Glasfiber nicht ganz durchgebrochen ist", sagt Pengel. Trotzdem: Unmittelbar nach dem Vorfall hatte die Stadt vorsorglich die gesamte Sprunganlage sperren lassen. "Für die Reparatur und für eine Sicherheitsüberprüfung aller Bauteile", sagt Pengel.

Anders als ursprünglich geplant, ist die Nutzung des Turms aber bis heute immer noch ausdrücklich untersagt. Auch in der laufenden Renovierungsphase soll die gesperrte Anlage nicht instand gesetzt werden. Dabei ist die Schwimmhalle des kommunalen Delfi-Bades wegen umfangreicher Ausbesserungsarbeiten fast drei Wochen lang geschlossen - voraussichtlich bis zum 15. Juli.

"In dieser Zeit schaffen wir die Reparatur des Turmes nicht", sagt Edmund Jansen von der Stadtverwaltung. Vielmehr gehe es sogar darum, einen Abriss der 52 Jahre alten Besucherattraktion zu verhindern. Nach dem Sprung im Glasfiberbrett habe ein Gutachten ergeben, dass der gesamte Turm nicht mehr den neuesten Sicherheitsbestimmungen entspreche. "Es geht um seitliche Abstände zwischen den einzelnen Ebenen, sagt Jansen. 

Den auffälligen Verbotsschildern zum Trotz gibt es jetzt einen Rettungsplan. "Wir wollen verhindern, dass eine neue Sprunganlage gebaut werden muss", sagt Jansen. Abriss und Neubau würden rund 90 000 Euro kosten. "Und der beliebte Fünfer müsste dann wegen neuerer Bestimmungen auch wegfallen", sagt Jansen. Deshalb werde derzeit gemeinsam mit der Gemeindeunfallkasse an der Umsetzung einer kostengünstigen Rettungsidee gearbeitet. Wie das funktionieren soll, verrät Jansen nicht. Aber: "Wenn es klappt, werden wir das Hallenbad zum Ende des Sommers noch einmal vorübergehend schließen, um den Turm umzubauen."

Die Freibadsaison hat die Stadt für die notwendigen Ausbesserungsarbeiten gewählt, um Besuchern zumindest die Außenbecken zur Verfügung zu stellen. "Normalerweise ist im Sommer bei schlechtem Wetter auch das Hallenbad geöffnet", sagt Schwimmmeister Pengel. Er bereitet zurzeit den Einsatz der Handwerker vor. "Das Wasser wird abgelassen, um zu prüfen, wo ohne Wasserdruck die Fliesen wegbrechen", sagt er. Diese Löcher sollen mit Expoxidharz aufgefüllt und blau gestrichen werden. Der widerstandsfähigere Belag wird auch schon im Babybecken verwendet.

Außerdem soll in den nächsten drei Wochen im Hallenbad auch noch mit Spezialreinigung der Algenbefall an der Wasserlinie entfernt werden. Auf dem Programm stehen zudem Malerarbeiten sowie kleinere Reparaturen im Innenbereich. "Wenn es keine bösen Überraschungen gibt, sind wir schon vor dem 15. Juli fertig", hofft Jansen. Zu den Kosten kann er noch nichts sagen. "Das sehen wir nach dem Abschluss aller Arbeiten."

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