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Bald Bestattung unter Bäumen

Gehrden Bald Bestattung unter Bäumen

Die Stadt will auf ihren Friedhöfen alternative Bestattungsformen ermöglichen. Ziel ist es, zumindest die Baumbestattung zuzulassen.

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Auf den Gehrdener Friedhöfen sollen künftig auch Baumbestattungen angeboten werden.

Quelle: Rodriguez

Gehrden. Auch die Stadt Gehrden bekommt den Trend von der Erd- hin zur Urnenbestattung zu spüren. „In den vergangenen Jahren registrieren wir insgesamt einen starken Wandel bei der gewünschten Form der Beisetzung“, erläutert Bürgermeister Cord Mittendorf. „Wir bemerken auch, dass wir in Bredenbeck einen Ruheforst in unmittelbarer Nähe haben“, ergänzt er.

Nach seinen Angaben wirkt sich dieser Trend zu Gräbern ohne Pflegeaufwand spürbar auf die Bestattungszahlen auf den städtischen Friedhöfen aus. Während es dort im Jahr 2009 noch 170 Beisetzungen gegeben habe, seien es im Jahr 2015 nur noch 139 Bestattungen gewesen. Diese rückläufige Zahl sei einer der Gründe, dass die Stadt Gehrden in diesem Zeitraum auf ihren Friedhöfen ein Defizit von rund 470 000 Euro erwirtschaftet habe, erläutert der Bürgermeister.

Mittendorf macht sich für eine Änderung der städtischen Friedhofssatzung stark. „Ich hoffe, dass sich unsere Bestattungszahlen verbessern, wenn wir künftig auch alternative Bestattungsformen anbieten.“ Dazu sollen Baumbestattungen gehören, zumal auf den Friedhöfen zumeist alter Baumbestand vorhanden ist. Diese Flächen könnten laut Mittendorf mit weiteren Neuanpflanzungen ergänzt werden, um sie dann für würdevolle Bestattungen zu nutzen.

„Die Baumbestattungen sollen auf allen städtischen Friedhöfen möglich sein“, sagt der Bürgermeister. Seine Mitarbeiter wollen geeignete Flächen aussuchen und neu gestalten.

Die Stadt Gehrden verwaltet Friedhöfe in Gehrden, Leveste, Ditterke, Redderse, Northen und Lemmie. In Everloh und Lenthe werden die Friedhöfe von der evangelischen Kirche verwaltet. Folgende Begräbnisarten werden angeboten:

Wahlgrab mit einem oder mehreren Grabstellen und 25 Jahre Ruhefrist, die verlängert werden kann.

Reihengrab als einzelne Grabstelle, 25 Jahre Ruhefrist ohne Verlängerung.

Urnenwahlgrab für bis zu vier Urnen mit 25 Jahre Ruhefrist, die verlängert werden kann.

Urnenreihengrab für maximal vier Urnen, 25 Jahre Ruhefrist ohne Verlängerung.

Wahlgräber ohne Gestaltungsrichtlinie der Friedhofssatzung können trotzdem eine Grabplatte erhalten sowie ein Grabmal und Anpflanzungen unter ein Meter Höhe.

Teilanonyme Reihengräber sind Grabstätten, die unter Rasen liegen. Eine ebenerdige Grabplatte darf eingesetzt werden. Eine weitere Gestaltung ist nicht erlaubt.

Anonyme Gräber befinden sich unter Rasen.

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Eine Fläche für anonyme Urnenbestattungen gibt es auf dem Friedhof in Gehrden bereits.

Quelle: Rodriguez

Von Carsten Fricke und Kerstin Siegmund

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