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Streit um Geld für Kunstrasen

Gehrden Streit um Geld für Kunstrasen

Die politische Diskussion um die Neuverschuldung der Stadt für einen Kunstrasenplatz geht weiter. Nicht nur in der Grünen-Fraktion, sondern auch bei den Christdemokraten mehren sich die Zweifel an der 600.000-Euro-Investition.

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Die Ratsfraktionen sind sich in Sachen Kunstrasen uneinig.

Quelle: Symbolbild

Gehrden. CDU-Ratsherr Peter Lübcke fühlt sich und große Teile seiner Fraktion vom Grünen-Fraktionschef Heinz Strassmann zu unrecht in einen Topf geworfen mit SPD und FDP, die den Kunstrasenplatz unbedingt verwirklichen wollen. „Auch wenn wir den Kunstrasen für den B-Platz auf der Bezirkssportanlage grundsätzlich für richtig halten, gibt es in meiner Fraktion erhebliche Bedenken, wie die Entscheidung zustande gekommen ist“, sagt Lübcke. Dieses Verfahren sei überstürzt, intransparent und undemokratisch gelaufen, kritisiert er.

Die Grünen brachten das Vorhaben, das Ende 2014 beschlossen wurde und in diesem Sommer verwirklicht werden soll, in der vergangenen Woche erneut in die Diskussion. Anlass ist die sich verschlechternde Finanzsituation der Stadt, die weniger Steuern einnimmt als erwartet.

Lübcke und sein Fraktionskollege Gero Förster sind ebenfalls der Meinung, dass bei der gegenwärtigen Haushaltslage eine derart gewichtige Investition nicht isoliert durchgewunken werde dürfe. Wie alle freiwilligen Leistungen müsse auch der Kunstrasenplatz auf den Prüfstand gestellt werden. Wenn dieser ohne ausführliche Diskussion umgesetzt werde, gerate die Stadt in Erklärungsnot gegenüber jenen Bürgern, die von notwendigen Sparmaßnahmen betroffen sind, meint Lübcke.

Noch einen Schritt weiter geht CDU-Ratsherr Gero Förster. Der Kunstrasenplatz stehe lediglich als Ermächtigung im städtischen Haushalt. Bevor die Verwaltung dafür Aufträge vergebe, sei eine Erörterung und Beschlussfassung in den Ausschüssen und im Rat der Stadt erforderlich.

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