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Suche nach vermisstem Senior geht weiter

Gehrden Suche nach vermisstem Senior geht weiter

Mit einem speziell ausgebildeten Suchhund setzt die Polizei am Mittwoch die Suche nach einem 82-jährigen Mann aus Bennigsen fort. Der Senior war am frühen Dienstagmorgen aus dem Krankenhaus in Gehrden verschwunden. Seitdem suchen Krankenhausmitarbeiter und Polizei nach dem Vermissten.

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Mantrailer Sascha Vorwieger und sein Schweißhund Hudson machen sich am Gehrdener Krankenhaus auf die Suche nach dem seit mehr als 36 Stunden vermissten Patienten.

Quelle: Nils Oehlschläger

Gehrden. Keine Spur haben die Einsatzkräfte der Polizei, der Feuerwehr und des DRK bisher von dem alten Herrn aus Bennigsen gefunden. Seit Dienstagmorgen läuft die Suche auf Hochtouren. Der Suchradius ist auf einen Kilometer ausgedehnt worden. Wegen seiner körperlichen Verfassung sei der Vermisste nicht in der Lage, größere Strecken zu gehen, heißt es bei der Polizei.

Flächenspürhunde des DRK und 20 Feuerwehrleute haben das Waldgebiet des Gehrdener Berges durchkämmt. Mit Wärmebildkameras aus einem Hubschrauber heraus wurde nach dem Senior gefahndet - erneut am Mittwochmorgen und wieder ohne Ergebnis.

Hoffnung setzt die Polizei auf die Suche mit einem speziell ausgebildeten Hund, der von einem Mantrailer (Englisch „Man“: Mensch/Person und „Trail“: Spur/Fährte) ausgebildet und geführt wird. Das Tier kann der Geruchsspur eines Menschen auch über weite Entfernungen und nach längerer Zeit folgen. "Wir wissen überhaupt nicht, wo der Senior gewesen ist", sagt Mantrailer Sascha Vorwieger. Daher beginne Spürhund Hudson die Suche im Zimmer des Vermissten. Nach 20 Minuten braucht der fünf Jahre alte Hannoversche Schweißhund eine Pause, um die Nase wieder frei zu bekommen.

Zuvor hatten Vorwieger und Hudson die nähere Umgebung des Klinikums abgesucht - jedoch ohne Erfolg. "Wir haben es am rückseitigen Ausgang versucht, da ist der Hund gar nicht erst losgegangen", sagt Vorwieger. Dort sei der Vermisste demnach nicht gewesen. Als Geruchsträger, von dem aus Hudson die Spur des Seniors aufnehmen soll, dient ein Rasierer. "Je intimer, desto besser", sagt Vorwieger.Sobald andere Personen mit Gegenständen des Gesuchten in Berührung kämen, würde das die Spur verwischen. Und wie geht es nun weiter?

"Letztendlich haben wir fast alles veranlasst", sagt Hauptkommissar Stefan Kranick vom Polizeikommissariat Ronnenberg. Nächster Schritt könnte eine überörtliche Fahndung sein, möglicherweise mit einem Hilfegesuch im Radio. "Nach unserer Erkenntnissen ist der Gesuchte nicht unbedingt gut zu Fuß", sagt sagt Kranick. "Das macht die ganze Sache ja so schleierhaft."

Laut Rüdiger Pietsch, Leiter des Kriminalermittlungsdienstes der Polizei Ronnenberg, ist auch das Krankenhaus gründlich durchsucht worden. "Wir haben auch alle verschlossenen Türen geöffnet und in die Räume geschaut", sagt Pietsch, denn "die letzten zwei vermissten Patienten aus dem RKK hielten sich noch im Gebäude auf."

Die Polizei zog auch die Möglichkeit in Betracht, dass der alte Herr in einen Linienbus gestiegen ist, die schon frühmorgens am Krankenhaus halten. "Wir haben die Fahrer befragt, die am Dienstag und am Mittwoch Dienst hatten", sagt Pietsch.

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Der 82-jährige Eduard S. wird seit über 36 Stunden vermisst.

Quelle: privat

Von Kerstin Siegmund und Nils Oehlschläger

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Von Redakteur Kerstin Siegmund

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