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Bus-Training soll bei Senioren Ängste abbauen

Gehrden Bus-Training soll bei Senioren Ängste abbauen

Regiobus bietet in Gehrden ein kostenloses Training für Menschen an, die in ihrer Mobilität eingeschränkt sind. Das Angebot soll helfen, Ängste abzubauen und das richtige Verhalten im und am Bus zu üben.

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Jens Dosdall (von links) und Christiane Kemnitz von der Stadt Gehrden sowie Renate Conrad, Mobilitätstrainer Manfred Brandscheidt und Gehrdens Seniorenbeauftragter Dirk Leopold werben für das Training.

Quelle: Dirk Wirausky

Gehrden. Renate Conrad kennt die Probleme von vielen älteren und behinderten Menschen. „Mit einem Rollstuhl in den Bus zu kommen, ist beispielsweise eine echte Herausforderung“, sagt die Behindertenbeauftragte der Region. Regiobus will helfen. Das Unternehmen bietet Rollstuhlfahrern, Personen mit Rollatoren, Sehbehinderten oder Menschen, die sich nicht oder nur wenig trauen, mit dem Linienbus zu fahren, ein Mobilitätstraining an. „Wir wollen den Teilnehmern die Hemmschwelle nehmen“, sagt Sprecher Tolga Otkun. Die zumeist älteren Bürgern sollen die Gelegenheit bekommen, in Ruhe zu üben, in einen Bus einzusteigen.

Regiobus wird deshalb am Donnerstag, 24. September, mit zwei Bussen, die mit manuellen Rampen und Niederflurtechnik ausgestattet sind, und sechs ausgebildeten Mitarbeitern, die mit Rat und Tat zur Seite stehen, auf den Parkplatz an der Lange-Feldstraße kommen. Und es soll mehr als ein kostenloses Training sein, sagt Otkun. Es werde auch ein Rahmenprogramm geboten. So wird mit Unterstützung der Sozialverbände Gehrden und Ronnenberg ein Kaffee- und Kuchenzelt errichtet. Der Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) baut einen Übungsparcours für Rollstühle und Rollatoren auf. Außerdem geben Experten des Senioren- und Pflegestützpunktes Calenberger Land Tipps zur richtigen Einstellung der Hilfsmittel, und das Sanitätshaus Pattensen berät in Pflege- und Bewegungsfragen.

Seit 2011 bietet Regiobus das Mobilitätstraining ein. „Es hat sich bewährt“, sagt Conrad. Die Teilnehmer erlangten dadurch deutlich mehr Sicherheit beim Busfahren. Für Otkun hat die Veranstaltung noch einen weiteren Effekt. „Auch unsere Fahrer werden für das Thema sensibilisiert“, sagt er.

Gehrdens Erste Stadträtin Christiane Kemnitz lobt das Projekt. Die Bevölkerung werde immer älter, und der öffentliche Personennahverkehr sei für viele Menschen eine wichtige Möglichkeit, um am gesellschaftlichen Leben teilnehmen zu können.

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