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Viele Jäger sind des Hasen Tod

Gehrden Viele Jäger sind des Hasen Tod

Rund 30 Jäger aus Gehrden sind mit Gewehren, Hunden und begleitet von Treibern über die Ackerflächen zwischen Weetzen und Ditterke gelaufen. Ihr Ziel: Feldhasen. Die Schonzeit der Langohren beginnt am 1. Januar. Und es ist üblich, unmittelbar davor den Bestand mit einer Treibjagd zu regeln.

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Jagdbeginn: Die Waidmänner stellen sich für eine der insgesamt vier Treiben zur Böhmischen Streife auf.

Quelle: Ingo Rodriguez

Gehrden. Mit vereinten Kräften, aber nicht kopflos und ungestüm, sondern sehr strategisch organisiert: Der Begriff Treibjagd klingt rein begrifflich - zumindest für Laien - zwar nach Hetze und Eile. Beim Betrachten der Jägerformation wird aber schnell deutlich: Es wird gezielt und überlegt vorgegangen. Böhmischen Streife - so lautet der Fachbegriff für die Strategie, die Tieren in Kettenformation auf die Jäger zu zu treiben.

"Es gibt heute vier Treiben: von der Grenze zu Weetzen bis nach Ditterke", sagt Jagdaufseher Karl-Heinz Marte. Marte ist einer von rund 30 Waidmännern aus dem Gehrdener Stadtgebiet, die ganz bewusst am Jahresende gemeinsam auf die Jagd gehen. Hasensilvester - so wird in der Jägersprache augenzwinkernd der letzte Tag der Jagdzeit auf Feldhasen genannt. Das ist in Niedersachsen laut Jagdrecht der 31. Dezember. Danach folgt die Schonzeit des Hasen bis Anfang Oktober. "Die Treibjagd zum Jahresende dient dazu, den Bestand dieser Tiere zu kontrollieren", sagt Jürgen Grefe, Landwirt, Jagdpächter und Jäger. Ziel sei es unter anderem, eine Population mit möglichst vielen gesunden und wenigen kranken Tieren zu erreichen.

Zur der Treibjagd aufgerufen hatten die insgesamt vier Gehrdener Jagdpächter Adolf Knölke, Friedrich Knölke, Heinrich Meinecke und Grefe. Sie üben in der Gemarkung Gehrden auf einer Gesamtfläche von rund 600 Hektar das Jagdrecht aus. Bei der jüngsten Treibjagd wurden in diesem Jahr laut Meinecke zwölf Hasen erlegt.

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