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Turnhalle wird Option für Flüchtlingsunterkunft

Gehrden Turnhalle wird Option für Flüchtlingsunterkunft

Die geplante Flüchtlingsunterkunft am Bünteweg wird wohl dieses Jahr nicht mehr fertig. Nun ist die Unterbringung in Turnhallen oder Zelten nicht mehr auszuschließen.

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Eine alte Baracke steht noch auf dem Grundstück am Bünteweg. Dort soll eine Flüchtlingsunterkunft errichtet werden, aber der Baubeginn verzögert sich.

Quelle: Wirausky

Gehrden. Ralf Geide weiß bereits: Es gibt in Kürze neue Quoten, wie viele Flüchtlinge die Stadt künftig aufnehmen muss. Konkrete Zahlen kenne er jedoch nicht, er könne nur mutmaßen. „Ich gehe aber von einer Verdoppelung der gegenwärtigen Zahlen aus“, sagt der städtische Fachdienstleiter. Das heißt: Nach der alten Quote muss die Stadt bis zum 30. September 83 Menschen Flüchtlinge in ihre Obhut nehmen, weitere 80 Kinder und Erwachsene kommen möglicherweise hinzu - und das bis zum 31. Januar 2016. „Wenn das in so einem kurzen Zeitraum umgesetzt werden muss, wird es tatsächlich problematisch“, gesteht Geide. Der Stadt fehle für so viele Zuwanderer der nötige Wohnraum.

Gegenwärtig kommen im Monat rund zehn Zuwanderer nach Gehrden. Das sei überschaubar. „Zurzeit ist die Situation entspannt, wir haben noch freie Wohnungen“, sagt Geide. So auch für eine vierköpfige Familie aus dem Irak, die in der nächsten Woche an den Burgberg zieht. „Aber die Zahl der Personen, die uns zugewiesen werden, wird sich erhöhen“, ist Geide überzeugt. Wohnungen werden daher nach wie vor gesucht.

Dauerhaft wird das jedoch nicht ausreichen, und eigentlich sollte bereits in diesem Jahr die Flüchtlingsunterkunft am Bünteweg gebaut werden. 1,7 Millionen Euro sind dafür im Haushalt genehmigt worden. „Die Unterkunft brauchen wir unbedingt“, sagt Geide. Doch sowohl er als auch Fachbereichsleiter Wolfgang Middelberg sind skeptisch, dass sich das noch in 2015 realisieren lässt. „Die Zeit läuft uns weg“, gesteht Middelberg - zumal noch die baulichen Voraussetzungen geschaffen werden müssten. Das Gebäude soll in Systembauweise errichtet werden und zwischen 60 und 70 Flüchtlingen Platz bieten. Aufgrund der Verzögerungen und der steigenden Quoten hat die Stadt einen Notfallplan ausgearbeitet. „Eine Option sind Turnhalle oder gar Zelte“, sagt Geide. Man sei vorbereitet, „aber ich hoffe, dass es nicht so weit kommt.“

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Von Redakteur Dirk Wirausky

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