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Es fehlen Auszubildende

Gehrden Es fehlen Auszubildende

30 Gehrdener Unternehmer haben sich erstmals zu einem Ausbilder-Frühstück getroffen. Dort hörten sie Vorträge und konnten Ideen sammeln, wie die Firmen wieder attraktiver für Auszubildende werden können.

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Demirel Nurettin und Cord Mittendorf von der Stadt Gehrden und Jürgen Hansen, von der Region Hannover organisieren und leiten das Ausbilderfrühstück.

Quelle: Johanna Kruse

Gehrden. Viele junge Leute, die mit der Schule abschließen, tendieren eher zu einem Studium als zu einer Ausbildung - der Trend steigt immer weiter an. Für viele Betriebe bedeutet das: Es wird immer schwieriger Auszubildende für die freien Plätze zu finden. Um gemeinsam über dieses Problem zu sprechen und sich auszutauschen, fand nun das erste Ausbilderfrühstück in Gehrden statt. Bürgermeister Cord Mittendorf und Jürgen Hansen von der Region Hannover hatten Gehrdener Unternehmer in die Räume der Germerott Innenausbau GmbH eingeladen. Dort wurde über Erfahrungen, Chancen und Wandel in Bezug auf Auszubildende gesprochen.

"Ausbildungen haben in den vergangenen Jahren stark an Attraktivität verloren", erzählte Jürgen Hansen. An Hand einiger Statistiken verdeutlichte er das Problem, das deutschlandweit vorherrscht. "Fast ein Drittel der Betriebe kann seine Ausbildungsplätze nicht mehr besetzen", sagte er.  Das läge unter anderem daran, dass keine geeigneten Bewerbung vorliegen, Auszubildende ihre Stellen nicht antreten oder nach kürzester Zeit wieder abbrechen. Rund 35 Prozent brechen ihre Ausbildung wieder ab.

Den größten Mangel an Auszubildenden haben laut Hansen die klassischen Handwerksberufe zu verzeichnen. Aus diesem Grund seien nun die Unternehmen gefragt, ihre Firma attraktiv darzustellen, erklärte er. Dabei sollten sie vor allem auf den direkten Kontakt zur Zielgruppe setzen. "Praktika und Präsentationen auf Messen sind heute viel effizienter als Flyer oder Werbeanzeigen", berichtete Hansen. Die jungen Leute müssten etwas erleben, was sie dann positiv bewerten und weitererzählen.

Der CDU-Landtagsabgeordnete Max Matthiesen bekräftigte diese Aussage und lud die Anwesenden zu einer Ausbildungsmesse ein, die am 24. April in Barsinghausen stattfindet. Dort können Unternehmen sich und ihre Rolle als Ausbilder vorstellen.

Zudem berichtete Anja Rühlich über die Ausbildungslage bei Germerott Innenausbau und Udo Sahling von der Klimaschutzagentur Region Hannover über Zusatzqualifikationen, die Ausbilder und Auszubildende erwerben könnten, um effizienter und energiesparender zu arbeiten. Der Geschäftsführer von Germerott Innenausbau, Frank Fenselau, äußerte die Hoffnung, dass aus dem Ausbilder-Frühstück nun eine regelmäßige Veranstaltung wird, bei der sich die Unternehmer austauschen können.

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Demirel Nurettin und Cord Mittendorf von der Stadt Gehrden und Jürgen Hansen, von der Region Hannover organisieren und leiten das Ausbilderfrühstück.

Quelle: Johanna Kruse

Von Johanna Kruse

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