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Fünftklässler testen die Vollbremsung

Gehrden Fünftklässler testen die Vollbremsung

Bremsweg, Reaktionsweg, Anhalteweg – für die Schüler der Klasse 5a des Matthias-Claudius-Gymnasiums (MCG) waren das zunächst nur abstrakte Begriffe. ADAC-Verkehrsexperte Detlef Gigga demonstrierte ihnen an der Straße Am Spehrteich, wie lange ein Auto braucht, um mit einer Vollbremsung zum Stehen zu kommen.

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Wichtige Formel im Straßenverkehr: Detlef Gigga mit Fünftklässlern des MCG bei der Aktion Auto.

Quelle: Rabenhorst

Gehrden.  Die Kinder sollten den erwarteten Haltepunkt markieren – und nicht alle lagen richtig. Der Anhalteweg des Autos werde oft unterschätzt, sagte Gigga. Er ließ die Kinder auch selbst testen, wie schnell sie nach einem Sprint zum Stillstand kommen. Wo genau das Nulltempo erreicht ist, markierte er mit Kreide. Wie erwartet sammelten sich diese Markierungen in einer kleinen Wolke hinter der Linie. „Wie kommt es, dass die Striche sich so verteilen?“, fragte er in die Runde. Man könne eben nicht sofort bremsen, sagte ein Schüler – und hatte damit schon den Bremsweg erklärt. Auch der Reaktionsweg wurde praktisch erläutert. Dafür hob Gigga eine Fahne, um die sprintenden Schüler zum Anhalten zu bewegen. „Wer weiß, wie lange es dauert, zu reagieren?“, fragte er. Die Schätzungen reichten von weniger als einer Sekunde bis hin zu einer Viertelminute. „In eurem Alter ist es ungefähr eine Sekunde“, klärte er auf. Vom Auge über das Gehirn und über die Nerven bis zu den Muskeln brauche das Signal seine Zeit, bevor gebremst werden könne. Schon seit zwölf Jahren gibt es inzwischen das bundesweit praktizierte ADAC-Programm „Achtung Auto“. „Das Projekt trägt wesentlich dazu bei, Unfallgefahren zu erkennen und vorausschauend zu handeln“, sagte der Experte Gigga. Die Teilnehmerzahl liege nach Angaben des ADAC in jedem Jahr bei mehr als 100 000 Schülern.

Von Heidi Rabenhorst

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