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Versperrt Kunstobjekt Sicht auf Verkehr?

Gehrden Versperrt Kunstobjekt Sicht auf Verkehr?

Im Zuge der Innenstadtsanierung ist die Skulptur des Künstlers Hartmut Stielow vom Vorplatz der Sparkasse am Steintor auf den Kreuzungsbereicht an der Gaststätte Türmchen verlegt worden. Passanten äußern nun Kritik am neuen Standort: Dort sorge es für gefährliche Situationen auf Straße und Gehweg.

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Die tonnenschwere Skulptur ist am neuen Standort nicht unbedingt ein Gewinn für Verkehrsteilnehmer.

Quelle: Oehlschläger

Gehrden. "Ich finde das Objekt gut und schön - aber vor der Sparkasse", sagt die Gehrdenerin Irmgard Eberhard. Neben optischen Gründen hadert sie vor allem mit dem Einfluss auf die Verkehrssicherheit, den das Kunstobjekt nun haben könnte. "An dieser Stelle behindert es die Sicht vom Fußgänger auf den Verkehr und umgekehrt vom Autofahrer auf die Fußgänger", sagt Eberhard. Die Verkehrslage sei im gesamten Kreuzungsbereich am Steintor sowieso schon unübersichtlich. "Durch das Sicht-Hinderins wird es gefährlich", sagt die Gehrdenerin.

Die Skulptur steht seit Ende September des vergangenen Jahres auf dem Gehweg am Steinweg. Dort kann sie für Radfahrer zu einem Hindernis werden, die in Richtung Steintor unterwegs sind. Auch steht das Kunstwerk im Blickwinkel von Verkehrsteilnehmern, die die Große Bergstraße zum Steintor hin befahren und am rechten Straßenrand nach Radfahrern und Passanten schauen. Wenn ab Montag, 8. Mai, die Kreuzung Steinweig/Neue Straße für drei Wochen voll gesperrt wird, könnte sich die Situation  zuspitzen: Dann wird die Einbahnstraßenregelung am Steinweg aufgehoben und auch Autos können den Steinweg zum Steintor hin befahren.

"Objekt steht weit genug weg"

Dass das Blickfeld der Verkehrsteilnehmer durch die Skulptur eingeschränkt werden könne, weist die Stadt zurück. "Das Objekt steht weit genug vom Einmündungsbereich entfernt und behindert daher nicht die erforderliche Sicht für die Verkehrsteilnehmer", sagt Stadtsprecher Frank Born. Kritik von Bürgern sei dennoch vereinzelt bei der Verwaltung eingangen. "Diese bezog sich jedoch darauf, dass das Kunstwerk ein Hindernis für Fußgänger darstellt, das umgangen werden muss und möglicherweise auch eine Verletzungsgefahr darstellt", sagt Born.

Irmgard Eberhard hat ähnliche Erfahrungen gemacht. "Ich fahre da fast täglich mit dem Fahrrad lang", sagt sie. Dabei sei ihr aufgefallen, dass die meisten Passanten von der Skulptur irritiert würden - sie selbst eingeschlossen. "Hinter dem Kunstobjekt ist es tierisch eng für Leute, die sich begegnen." Als sie derartige Situationen fotografieren wollte, sei sie ungefragt von mehreren Passanten angesprochen worden, die sich ihrer Kritik angeschlossen hätten. "Die hoffen, das jetzt etwas geschieht", sagt Eberhard.

Auch rein optisch sei der Standort am Steinweg weniger gut gewählt, meint die Gehrdenerin: "Die Modernität und Gestaltung wirkte vor der Sparkasse viel besser." Das Gebäude-Ensemble mit dem Türmchen passe nun nicht mehr so gut. Die Sparkasse habe die Skulptur aber nicht mehr haben wollen, sagt Stadtsprecher Born.

Der Weg des tonnenschweren Kunstwerks

Die gut vier Meter hohe und etwa sechs Tonnen schwere Skulptur mit dem Namen "Fünfeinhalb Tonnen himmelwärts" wurde im September 1998 auf Initiative der Kreissparkasse vor dem Bankgebäude aufgestellt. Als die Innenstadtsanierung voranschritt, entfernte sie ihr Macher Hartmut Stielow im Juli 2014 wieder und lagerte sie bis Ende September des vergangenen Jahres ein. Dann fand sie ihren neuen Platz im Kreuzungsbereich von der Großen Bergstraße und dem Steinweg. Prämisse war, das Kunstobjekt weiterhin gut sichtbar und repräsentativ im öffentlichen Raum zu platzieren, sagt Stadtsprecher Frank Born. Was nicht bedacht worden sei: Das Verkehrszeichen „Einbahnstraße“ trübe seit dem Standortwechsel den Blick auf das Kunstwerk.

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Von Nils Oehlschläger

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