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Viel Lob für die Verdienste der Jagdhornbläser

Gehrden Viel Lob für die Verdienste der Jagdhornbläser

Die Musiker und Mitglieder des Jagdhornbläsercorps Calenberg haben am Sonnabend im Bürgersaal des Rathauses ihr 40-jähriges Bestehen gefeiert. Bei dem Festakt hoben hochrangige Vertreter aus Politik und Jägerschaft die Verdienste der Jagdhornbläser hervor.

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Seit 40 Jahren Musik und mehr: Das Jagdhornbläsercorps Calenberg feiert.

Quelle: Ingo Rodriguez

Gehrden. Welchen hohen Stellenwert das Bläsercorps hat, wurde gleich zu Beginn der Feier deutlich: Leiter Christoph Burchard benötigte mehr als fünf Minuten, allein um die Ehrengäste namentlich zu begrüßen - darunter die Bundestagsabgeordnete und Parlamentarische Staatssekretärin Maria Flachsbarth (CDU), Landesbläserobfrau Christiane Kuthe, Gehrdens Bürgermeister Cord Mittendorf, dessen Wennigser Amtskollege Christoph Meineke sowie etliche Vertreter aus den Reihen der Jägerschaft und der Region Hannover.

Dass die Jaghornbläser längst nicht mehr nur bei Veranstaltungen der Jägerschaft auftreten, hob Gehrdens Bürgermeister Mittendorf hervor. „Stadtfest Barsinghausen, Hubertusfest im Wisentgehege, Weihnachtsmarkt Hannover, sogar bei der Messe Pferd und Jagd - die Gruppe hat sich überregional einen Namen gemacht“, sagte er.

Auch Zahlen belegen den Stellenwert des ehrenamtlich tätigen Ensembles: Das Corps absolviert 30 Auftritte pro Jahr, fährt regelmäßig Erfolge bei Bläserwettbewerben ein und hat 30 aktive Mitglieder sowie zwölf Nachwuchsbläser in zwei Ausbildungsgruppen. Mit dem musikalischen Leiter Bernd Meutzner führt ein ehemaliger Berufsmusiker die Regie.

Dazu kommt ein Repertoire, das weit über den Bereich der Jagdmusik hinausgeht - viele Mitglieder haben keinen Jagdschein, sondern spielen allein aus Spaß an der Musik. Das hatte wohl auch Flachsbarth gehört: „Auch für Nicht-Jäger ist Jagdhornblasen eine attraktive Freizeitbeschäftigung“, sagte sie. Die Jagdhornmusik diene mit ihren Jagdsignalen längst nicht nur der Verständigung. Musik und Jagd hätten zu allen Zeiten Menschen zusammen geführt.

Dabei hatte das Bläsercorps vor 40 Jahren ganz klein angefangen: Als Jugendbläsergruppe der Jägerschaft Hannover-Land habe man mit sechs Gründungsmitgliedern und Gründer Hermann Burchard begonnen, erinnerte Reiner Ehlers - selbst Musiker der ersten Stunde - im Rückblick. Er erzählte von früheren Uniformen, ehemaligen musikalischen Leitern, dem ersten Übungsraum im Keller des Burchard-Hofes und dem Beginn des Gastrechts in der Alten Kapelle in Weetzen, bis heute Übungsraum der Gruppe. Und Ehlers hob den bisher einzigen Wechsel an der Spitze hervor: 2006 übergab Burchard die organisatorische Leitung an seinen Sohn Christoph.

Landesbläserobfrau Kuthe und Kreisjägermeistervertreter Heinrich Wildhagen unterstrichen die Verdienste bei der Pflege des Jagdbrauchtums. „In einer urbanisierten Republik helfen die Auftritte, die Akzeptanz für die Jagd und den Bezug zur Natur zu erhalten“, sagte Wildhagen. Nicht zuletzt auch deshalb bekam beim Festakt Leiter Burchard von der Landesjägerschaft das Verdienstabzeichen für Jagdhornbläser in Silber verliehen. Vater Hermann und Heinrich Schaper wurden für 50-jähriges Engagement ausgezeichnet. Jagdhornbläser Werner Burose, auch Vorsitzender der Jägerschaft Hannover-Land, ist seit 40 Jahren dabei.

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