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Waldbesitzer wollen Verständnis wecken

Gehrden Waldbesitzer wollen Verständnis wecken

Der CDU-Stadtverband Gehrden-Nord hat am Freitagabend bei einer Treckerfahrt rund um den Benther Berg mehr als 50 Teilnehmer über die Historie des Gebietes informiert. Dabei wurden die immer wiederkehrenden Interessenkonflikte zwischen Naherholungssuchenden und den Waldbesitzern in den Vordergrund gerückt.

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Im Wald informieren sich die Teilnehmer.

Quelle: Ingo Rodriguez

Lenthe. Ein Sommerausflug in ein beliebtes Naherholungsgebiet - mit Sonnenuntergang vor malerischer Kulisse: Dieses Angebot wollten sich mehr als 50 Bürger nicht entgehen lassen. Ein Trecker reichte nicht aus, stattdessen fuhren zwei Zugmaschinen, inklusive Anhänger.

Trotzdem: Idylle pur - so einfach wollte es sich die CDU nicht machen. : „Wir wollen ein Jahr vor der Kommunalwahl lokalspezifische Themen ansprechen und uns positionieren“, sagte die Lenther Ratsfrau Lena Otto unmittelbar vor der Abfahrt vom Untergut Lenthe.

Die CDU beließ es deshalb nicht dabei, die Teilnehmer über die Entstehung des Benther Berges und der Waldbetriebsgemeinschaft zu informieren. Ortsratsmitglied Jakob Freiherr von Richthofen nutzte die eineinhalbstündige Fahrt, um auf die Interessen der 80 Waldbesitzer hinzuweisen.

Er wehrte sich dabei gegen wiederkehrende Kahlschlag-Vorwürfe: „Holz ist ein nachwachsender Rohstoff, und die Nutzung des Waldes, aber auch die Holzernte, erfolgen nach einem vom Staat genehmigten Expertenplan“, betonte von Richthofen. Dabei gehe es auch darum, Schaden vom Wald fernzuhalten: Mischbestände seien zu erhalten, Biotope zu schützen, Kahlschläge zu unterlassen, beim Einsatz von Maschinen müsse der Boden geschont werden - alles Auflagen. „Wir dürfen nur so viel Holz rausnehmen, wie auch nachwachsen kann“, sagte von Richthofen. Die gutachterlich empfohlene Menge sei in den Vorjahren aus Gründen der Schonung sogar unterschritten worden. Und: Von massiven Einschlägen sei teilweise zwei Jahre später nichts mehr zu sehen. „Kritiker sollten sich einmal umsehen, was aus verkauftem Holz alles hergestellt wird - Möbel, Zeitungen, Dachstühle, Rauhfasertapeten“, sagte von Richthofen.

Bei der CDU-Aktion ging es zwar anschließend auch noch um Interessenkonflikte mit Mountainbikern und Jagdgegnern. Aber auch die Naherholung kam bei der Cabrio-Fahrt im Wald-Idyll nicht zu kurz. Und nach der Rückkehr auf das Untergut gab es für die Teilnehmer sogar noch einen Imbiss.

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