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Weiter keine Hinweise auf Giftköder

Gehrden Weiter keine Hinweise auf Giftköder

Seit einigen Tagen kursieren im Internet Warnungen an Hundebesitzer: Angeblich verteilen Hundehasser mit Gift oder Nägeln präparierte Köder. In Gehrden sollen vier vergiftete Tiere sogar gestorben sein. Ursprung der Gerüchte könnten Vorfälle in Lenthe sein. Dort hatten Anfang Dezember einige Hunde Giftstoffe gefressen.

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Hundebesitzer machen sich große Sorgen um ihre Lieblinge. Dabei gibt es keine Hinweise auf aktuelle Fälle.

Quelle: Symbolbild (Archiv)

Gehrden. Die Meldungen über vergiftete und sogar vier gestorbene Hunde in Gehrden haben sich vor allem über das soziale Netzwerk Facebook verbreitet. Die Tiere sollen durch Giftköder geschädigt worden sein. Seitdem diese Meldungen im Internet kursieren, sind Tausende Bürger beunruhigt und besorgt. Aber: „Bislang haben sich keine Hundehalter mit erkrankten oder getöteten Tieren gemeldet“, sagt der Ronnenberger Kripo-Chef Karl-Manfred Otto. Die Polizei habe aber Kenntnis von den bei Facebook verbreiteten Informationen und ermittele.

Möglicherweise ist die Ursache für die Gerüchte in Lenthe zu finden: Dort waren vor sechs Wochen innerhalb kürzester Zeit bei vier Hunden Vergiftungserscheinungen aufgetreten. Sie mussten tierärztlich behandelt werden, allen Tieren geht es wieder gut. Sie hatten vermutlich von einer giftigen Substanz gefressen, die auf einer Parzelle in der Kleingartenkolonie an der Meierwiese lagerte. Von vermeintlichen Hundehassern war dabei nicht die Rede. „Wir haben die Kleingärtner darauf hingewiesen, ihre Grundstücke nach Giftstoffen abzusuchen“, sagt Ortsbürgermeister Jürgen Ermerling. Seitdem sei Ruhe.

Veterinärin Catharina Grötz aus einer Ditterker Tierklinik empfiehlt besorgten Hundehaltern, ihre Tiere in unbekanntem Gelände anzuleinen oder neben sich laufen zu lassen. Bestehe der Verdacht, dass der Hund einen Giftköder oder Teile davon gefressen hat, soll ein Tierarzt angerufen werden. Auffälligkeiten am Tier könnten Erbrechen, Durchfall, Unruhe, ein apathisches Verhalten oder starker Speichelfluss sein.

Die Polizei bittet Hundebesitzer, sich im Falle eines Vergiftungsverdachts in den Kommissariaten vor Ort zu melden.

Bernhard Herrmann und Dirk Wirausky

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HAZ-Redakteur/in Dirk Wirausky

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