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Welche Geschäfte haben noch Chancen?

Gehrden Welche Geschäfte haben noch Chancen?

Die Stadtverwaltung hält es für sinnvoll, ein Einzelhandelsgutachten für die Innenstadt in Auftrag zu geben. Die Expertise soll verwertbare Informationen darüber liefern, welche Sortimente und Angebote künftig zu einer Belebung beitragen können. Ziel ist es, die Ansiedlung von Geschäften zu steuern. Zunächst will der Ausschuss für Bau- und Städteplanung am 16. September darüber beraten.

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Quelle: Ingo Rodriguez

Gehrden. Verträglichkeitsstudie - hinter diesem sperrigen Begriff verbirgt sich das, was nach Vorstellung der Verwaltung ein Schlüssel zur gewünschten Belebung der Fußgängerzone sein könnte - und bei der Beseitigung von Leerstände helfen soll.

„Wir erhoffen uns Hinweise darauf, welche Produkte in der City Entwicklungschancen haben, welche Angebote fehlen und wie wir mögliche Ansiedlungen beeinflussen können“, sagt der städtische Fachbereichsleiter Wolfgang Middelberg. Er glaubt: „Mit einem aussagekräftigen Gutachten über Marktchancen hat man gute Argumente, um mögliche Anbieter von bestimmten Sortimenten nach Gehrden zu holen.“ Eine solche Expertise vereinfache es im Hinblick auf die Innenstadtsanierung, mögliche gewünschte Entwicklungen zu steuern, sagt Middelberg.

Der scheidende Bürgermeister Hermann Heldermann ist ebenfalls von einem entsprechenden Gutachten überzeugt: „Für kleinere Läden in Gehrden bis zu einer Größe von 200 Quadratmetern lassen sich schnell Interessenten und Abnehmer finden“, sagt Heldermann. Problematisch seien die großflächigen Leerstände, „die inzwischen zu klein für zeitgemäße Supermärkte sind und nicht die geeigneten Voraussetzungen für Anlieferung und Parkplätze bieten“, sagt Heldermann. Er nennt vor diesem Hintergrund den früheren Rewe-Markt an der Kirchstraße mit einer Fläche von rund 650 Quadratmetern sowie den ähnlich großen Leerstand neben dem Gehrke-Haus. Für diese Objekte lasse sich auch für Markthallenkonzepte mit kleineren Läden kaum ein Betreiber finden. Heldermann ist sich aber sicher: „Mit der Stadtsanierung lässt sich die Entwicklung äußerlich beflügeln.“ Das Großprojekt ziehe Investoren an. „Es dauert eine Weile, aber es funktioniert.“

Für das gewünschte Gutachten gibt es seitens der Stadtverwaltung auch noch weitere verwaltungsrechtliche Gründe. Einer davon: Die von Aldi gewünschte Erweiterung des Standorts an der Levester Straße werde nur genehmigt, wenn eine Einzelhandelsstudie ergebe, dass sich die Pläne nicht negativ auf Umsätze im Stadtzentrum auswirken, sagt Middelberg.

Für die Diskussion in den politischen Gremien hat der Fachbereichsleiter außerdem noch eine wichtige Hintergrundinformation über das Einzelhandelskonzept parat: „Die Kosten in Höhe von etwa 10 000 Euro sind im Rahmen der Innenstadtsanierung förderfähig“, sagt der Fachbereichsleiter.

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