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An Ideen mangelt es nicht

Gehrden An Ideen mangelt es nicht

Nurettin Demirel bekleidet seit gut einem Jahr die Stabsstelle Steuerungsdienst und Wirtschaftsförderung – und kann schon erstaunliche Ergebnisse vorweisen.

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Leerstand beseitigt: Im Herbst nächsten Jahres soll ein Sanitätshaus in die ehemalige Rossmann-Filiale in der Fußgängerzone einziehen.

Quelle: Wirausky

Gehrden. Sonja Beuning war angetan. „Es ist beachtlich, was Sie in einem Jahr geleistet haben“, sagte die Leiterin des Fachbereichs Planung und Raumordnung der Region bei einem Meeting im Rathaus. Und auch ihr Kollege Rainer Meyer verteilte Lob. „Es sind zahlreiche Aktivitäten und ein Strauß an Ideen entwickelt worden“, sagte der Wirtschaftsförderer der Region.

Gemeint war Nurettin Demirel, der seit gut einem Jahr bei der Stadt Gehrden die Stabsstelle Steuerungsdienst und Wirtschaftsförderung innehat. Die Wirtschaftsförderung ist dabei nur eine von vielen Aufgaben, die auf der Agenda Demirels stehen. Sein wirtschaftliches Augenmerk liegt auf der Innenstadt. „Sie ist der Fingerabdruck einer Stadt“, sagt er. Dort müssten die Aktivitäten gebündelt werden, „weil es die größte Wirkung nach außen hat.“

Demirel will vor allem mehr Kaufkraft in der Stadt halten. „Wir müssen den Kaufkraftabfluss stoppen“, sagt er. Dazu solle die Innenstadtsanierung und die Revitalisierung von Objekten beitragen. Erste Erfolge in dieser Richtung gibt es. In den seit längerem leerstehende ehemalige Rossmann-Markt am Steinweg wird vermutlich im Herbst nächsten Jahres ein Sanitätshaus einziehen.

Demirel ist sich aber bewusst. „Wir sind eine Pendlerstadt im Speckgürtel Hannovers.“ Nur durch ein attraktives Angebot im Stadtzentrum könne die Pendlerbewegung reduziert werden. Die Gehrdener sollen auch in ihrer Stadt einkaufen. „Ziel ist es, dass 90 bis 95 Prozent der Bürger ihre Lebensmittel in Gehrden kaufen“, sagt Demirel. Eine seiner Visionen ist dabei ein Shop-In-Shop-Konzept – beispielsweise in Verbindung von Bio-Markt mit Gesundheitswesen und Gastronomie. „Für solch ein Projekt sehe ich Entwicklungspotenzial“, meint Demirel.

Doch er kennt auch die strukturellen Probleme. Es fehlen geeignete Immobilien für interessierte Investoren und auch der Mangel an Parkplätzen sei ein Problem. Der jahrzehntealte Traum von einem Parkdeck beispielsweise könne die Stadt nicht allein realisieren. „Das muss ein gemeinsames Projekt aller Beteiligten sein“, sagt Demirel in Richtung Geschäftsleute. Abgesehen davon müsse in der City die Breitbandversorgung verbessert und kostenloses, freies WLAN angeboten werden.

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Von Redakteur Dirk Wirausky

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