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Wochenmarkt kommt gut an

Gehrden Wochenmarkt kommt gut an

Zum ersten Mal fand der Gehrdener Wochenmarkt nicht in der Fußgängerzone, sondern am ehemaligen Festplatz statt. Für Kunden und Standbetreiber birgt das Vor- und Nachteile. Speziell die Gastronomen in der Innenstadt sind unzufrieden mit der Lösung.

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Am Donnerstag fand der Wochenmarkt zum ersten Mal am alten Festplatz und nicht in Gehrdens Innenstadt statt.

Quelle: Johanna Kruse

Gehrden. Für manche ist es ein schöner Spaziergang, für andere ein lästiger Umweg – der Weg zum Wochenmarkt am ehemaligen Festplatz. Am Donnerstag war der Markt zum ersten Mal dort und nicht in Gehrdens Fußgängerzone aufgebaut. Grund ist die Sanierung der Innenstadt. Die meisten Kunden und Verkäufer waren vom neuen Standort positiv überrascht und sogar die Sonne war Dauergast. „Ich finde es toll. Hier ist so viel Platz“, sagt Hilde Speer, die mit dem Fahrrad hergekommen ist. Lediglich die Cafés und Geschäfte der Fußgängerzone fehlten ihr. Das bemerkt auch der ehemalige Ortsbürgermeister von Degersen, Fritz Sennholz, der jeden Donnerstag auf dem Gehrdener Markt seinen Fisch kauft. „Der Markt in Gehrden ist sehr gut und man trifft immer Bekannte. In der Innenstadt kann man vielleicht noch einen Kaffee trinken, aber hier findet man sich ja auch. Dieser Standort ist vielleicht für manche Leute ungünstiger, für andere dafür günstiger als vorher“, sagt Sennholz.

Die Cafés und Restaurants vermissen auch viele andere Besucher. „Die Innenstadt ist zwar schöner, aber wenn man hier noch etwas zu trinken anbieten würde, wäre es die ideale Übergangslösung“, sagt Ursula Trunk aus Degersen. Einige Leute wie Ella Riedemann und Gabriele Albrecht, die für den Markt jede Woche aus Hannover anreisen, lassen sich den Kaffee nach dem Einkauf trotzdem nicht nehmen. „Wir gehen seit 2000 auf den Markt und auch in das Marktcafé. Das werden wir auch weiterhin so machen“, erzählt Riedemann.

Im Marktcafé macht sich die Verlegung trotzdem bemerkbar. „Wir haben deutlich weniger Kundschaft als sonst“, sagt der Besitzer Oktay Yeniyayla, „Ich denke wir werden Umsatzrückstände verbuchen müssen. Aber wir alle müssen Opfer bringen, dafür ist es nach der Sanierung hoffentlich schöner.“ Viele Besucher hätten sich die Verlegung auf den Parkplatz der Post gewünscht, das ist aufgrund fehlender Stromversorgung aber nicht möglich.

Die Standbetreiber freuen sich dagegen über neue Gesichter. „Es kommen viele Leute aus Neugier, auch neue Kunden“, berichtet Anja Langwost vom Bäckereistand. Oliver Vaes vom Gemüsestand freut sich über den neuen Platz. „Für uns ist das sehr komfortabel, wir haben mehr Raum. Aber wenn die Kunden ausbleiben, bringt uns das natürlich nichts“, erzählt er. Am gestrigen Donnerstag seien weniger Kunden als sonst gekommen. „Es muss sich erst einpendeln, dass wir jetzt auf dem Festplatz stehen", sagt Vaes. Viele Kunden hätten das einfach noch nicht verinnerlicht.

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Shuttleservice wird wenig genutzt

Da der neue Standort weiter weg ist, hat die Stadt einen Shuttle-Service eingerichtet. Vom Postparkplatz können sich Besucher mit einem Kleinbus zum Wochenmarkt und zurückbringen lassen. Die Bilanz des Services war gestern aber eher ernüchternd. „Ich habe bis jetzt fünf Gäste transportiert“, erzählt Christoph Pulak am Vormittag. Generell hält der Hausmeister der Stadt Gehrden den Fahrdienst aber für sinnvoll. „Das ist ja das erste Mal. Das Angebot hat sich wahrscheinlich noch nicht herumgesprochen. Man sollte ein paar Wochen warten und schauen wie es angenommen wird“, sagt Pulak.

Einer der Fahrgäste ist Gerhard Wegener. Der Rentner besucht jede Woche den Markt. Den Festplatz hält er für keinen geeigneten Ort. „Es ist zu weit weg und die Geschäfte in der Innenstadt leiden“, sagt Wegener. „Aber wer zum Markt gehen will, der geht hin. Von daher ist der Shuttlebus eine gute Sache.“

Auf dem Weg zurück zum Postparkplatz machte sich der starke Verkehr bemerkbar. Durch die vielen ein- und ausparkenden Autos stauten sich Autos und Busse in der Lange-Feldstraße an.

Spontan nutzten trotzdem noch einige Besucher den Service. Lotti Koppermann und ihre Schwester wollten zu Fuß zurücklaufen, hatten sich dann aber für die Busfahrt entschieden, um in der Innenstadt noch einen Kaffee zu trinken.

Von Johanna Kruse

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