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Zoff um Wahl des Vize-Trios

Gehrden Zoff um Wahl des Vize-Trios

Die Posten sind verteilt: In der konstituierenden Sitzung des Rates der Stadt Gehrden ist Peter Lübcke ohne Gegenstimme zum neuen Ratsvorsitzenden gewählt worden. Henning Harter (SPD), Heinrich Meinecke und Heide Rath (beide CDU) sind die ehrenamtlichen Stellvertreter des Bürgermeisters Cord Mittendorf.

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Henning Harter (von links), Heide Rath und Heinrich Meinecke sind die ehrenamtlichen Stell
vertreter von Bürgermeister Cord Mittendorf. Der gratuliert dem neuen Ratsvorsitzenden Peter Lübcke (Bild unten) zu dessen Wahl.

Quelle: Ingo Rodriguez

Gehrden. Alles andere als harmonisch ging es im Bürgersaal des Rathauses bei der Wahl der ehrenamtlichen Vize-Bürgermeister zu: Zwar wurden Harter als erster Stellvertreter sowie Meinecke und Rath als zweiter und dritter Vize-Bürgermeister jeweils mit großer Mehrheit gewählt. Dass es bei der Verteilung der Posten mit vorwiegend repräsentativen Pflichten aber auch Gegenstimmen geben würde, hatte sich angedeutet.

Es war die Gruppe Grüne/Linke, die die Nichtberücksichtigung der langjährigen Amtsinhaberin Eva Kiene-Stengel (Grüne) nur zähneknirschend zur Kenntnis nahm. „Es zeigt die Arroganz der Macht, dass die faktisch große Koalition diese drei Posten nun unter sich aufteilt“, hatte Grünen-Ratsherr Heinz Strassmann unmittelbar vor den geheimen Abstimmungen geschimpft. Es wäre guter Stil gewesen, eine Ratsgruppe mit sechs Mitgliedern zu berücksichtigen, so Strassmann. Kiene-Stengel hatte dann auch auf eine Gegenkandidatur verzichtet – offenbar auch in Erwartung eines angesichts der Mehrheitsverhältnisse aussichtslosen Unterfangens.

CDU-Fraktionschef Thomas Spieker hatte ihre Nichtberücksichtigung kurz zuvor auch klar mit der Gruppenbildung der Grünen und Linken-Ratsherr Dirk Tegtmeyer begründet: „Wir haben ihren Linksruck zur Kenntnis genommen und deshalb von unserem Recht Gebrauch gemacht“, sagte Spieker. Das habe nichts mit der bislang stets hervorragenden Zusammenarbeit mit Kiene-Stengel zu tun.

Diese meldete sich gestern enttäuscht zu Wort. Sie bedauere es sehr, nach zehn Jahren als stellvertretende Bürgermeisterin zu Beginn der Legislaturperiode wegen der politischen Konstellation als ehrenamtliche Vize-Bürgermeisterin geopfert worden zu sein.

Ohne Gegenstimme hatten die Ratsmitglieder nach ihrer Verpflichtung durch den Bürgermeister für den 75-jährigen CDU-Ratsherren Peter Lübcke als neuen Ratsvorsitzenden votiert. Der zurzeit ältestes Ratsherr der jetzt stärksten Fraktion war schon von 1968 bis 1971 sowie von 1976 bis 1981 im Rat und seit 2000 nun wieder. Zu seinem Vertreter wurde Hilmar Rump (FDP) bestimmt.

Lübcke hatte nach seiner Wahl sehr emotional reagiert. „Das bewegt mich doch“, sagte er mit stockender Stimme. Er rief die Bürgervertreter des neuen Rates dann zu einer stets sachlichen, konstruktiven und respektvollen Zusammenarbeit auf.

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Henning Harter (von links), Heide Rath und Heinrich Meinecke sind die ehrenamtlichen Stell
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Quelle: Ingo Rodriguez
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