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Worauf warten die Investoren?

Gehrden Worauf warten die Investoren?

Weiterhin Stillstand: Während die Arbeiten für die Sanierung der City zügig voran gehen, deutet am Steintor auf zwei großen Baulücken unverändert auf einen bevorstehenden Baubeginn nichts hin. Allen Spekulationen zum Trotz halten die Investoren aber laut Stadtverwaltung an ihren jeweiligen Plänen fest.

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Baulücke und Großparkplatz: Am Steinweg deutet weiterhin nichts auf den für dieses Frühjahr angekündigten Bau eines mehrgeschossigen Wohn- und Geschäftshauses (siehe Entwurfsskizze Bildergalerie) hin. Und auch einen Steinwurf entfernt lässt an der Nordstraße (siehe Bildergalerie) der geplante Bau eines dreigeschossigen Gebäudes mit barrierefreien Mietwohnung weiter auf sich warten.

Quelle: Ingo Rodriguez

Gehrden. "Wann geht es dort wohl endlich los geht?" Diese Frage ist in der Innenstadt regelmäßig zu hören, wenn sich Anwohner des Steintors und Besucher der Fußgängerzone über zwei ungenutzte Grundstücke am nördlichen Eingangstor der City unterhalten. "Es wird viel gemunkelt", sagt eine Frau und geht weiter. Immer wieder wird in Gehrden über einen erneuten Investorenwechsel und geplatzte Finanzkonzepte für die geplanten Immobilien spekuliert. Vor allem, weil beide Bauherren ihre Pläne für die Areale am Steinweg sowie an der Nordstraße mehrfach vorgestellt und für dieses Frühjahr auch jeweils den Baubeginn angekündigt hatten.

"Es laufen immer noch Vorbereitungen", sagt Fachbereichsleiter Wolfgang Middelberg von der Gehrdener Stadtverwaltung. An regelmäßige Nachfragen zu den beiden Projekten hat er sich gewöhnt. Denn: An der Nordstraße etwa lässt nun schon rund zwei Jahre nach dem Abriss des alten Feuerwehrhauses der geplante Bau eines dreigeschossigen Gebäudes mit zwölf barrierefreien Mietwohnungen weiterhin auf sich warten. Und das, obwohl für das 2,5-Millionen-Projekt des Wohnungsbauunternehmens KSG Hannover laut Stadtverwaltung bereits eine Baugenehmigung vorliegt. "Es gibt eine Genehmigung, und es laufen weiterhin Bauvorbereitungen", sagt Middelberg noch einmal zu den wiederkehrende Verzögerungen.

Für Verwunderung hat bei der Stadt immerhin der ausgebliebene Projektstart am Steinweg gesorgt - nur einen Steinwurf von der anderen Baulücke entfernt. Dort gibt es sogar fast 14 Jahre nach dem Abriss eines historischen Fachwerkhauses keine Vorboten für den erst vor einem halben Jahr erneut angekündigten Bau eines mehrgeschossigen Wohn- und Geschäftshauses mit Tiefgarage. Auf Nachfrage der Stadt habe der Investor im Februar schriftlich mitgeteilt, dass er an der Umsetzung des Projekts festhalte, berichtet Middelberg. Die Prüfung der Statik seitens der Region Hannover als zuständige Bauaufsichtsbehörde sei offenbar noch nicht abgeschlossen.

Dass die Stadt Gehrden großes Interesse am Stand des Projekts hat, ist verständlich. Immerhin wurde bei der kürzlichen Sanierung der Kanalisation im Steinweg schon ein Anschluss für das geplante Mehrfamilienhaus eingerichtet. Zudem wurde die Fahrbahn entlang der Baulücke nur provisorisch hergerichtet - um Beschädigungen am neuen Straßenpflaster durch Baufahrzeuge zu vermeiden.

Eine Mitarbeiterin des Investors, der Gesellschaft Grefer Immobilien aus der Wedemark, erteilt allen Spekulationen schließlich eine deutliche Absage. "Das Projekt wird realisiert, an den Gerüchten ist nichts dran", sagt sie. Jedoch zeigt sie Verständnis und räumt Verzögerungen ein. "Das Gebäude wird sehr komplex. Bauaufsicht und Prüfstatiker kontrollieren immer noch die Statik", sagt sie - wie schon der Investor vor sieben Monaten.

Immerhin: Etliche Autofahrer genießen einfach die Vorteile der sandigen Baulücke - und nutzen das Grundstück weiterhin völlig ungeniert als citynahen Großparkplatz.

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Fotostrecke Gehrden: Worauf warten die Investoren?

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