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3000 Fahrgäste täglich in Stadtbahn erwartet

Hemmingen-Westerfeld 3000 Fahrgäste täglich in Stadtbahn erwartet

Die Region rechnet damit, dass rund 3000 Fahrgäste pro Tag die neue Stadtbahnlinie nach Hemmingen-Westerfeld nutzen werden. Diese werde frühestens im Jahr 2020 fertig sein, sagte Ulf-Birger Franz, Verkehrsdezernent der Region Hannover, am Dienstag bei einem Informationsabend der Hemminger SPD.

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Die Computersimulation zeigt die Stadtbahn zwischen dem Kirchdamm und der Weetzener Landstraße.

Quelle: r

Hemmingen-Westerfeld. Die Verlängerung der Stadtbahnlinie nach Hemmingen-Westerfeld ist laut Franz zurzeit das größte Bauprojekt der Region Hannover. In Ricklingen wurden beispielsweise schon Leitungen verlegt. Für Hemmingen sei sie eine "demografische Lebensversicherung". Denn Bevölkerungswachstum hänge meist mit einem Anschluss an den Schienenverkehr zusammen. "Dies ist für Neubürger wesentlich attraktiver als eine Busverbindung", sagte Franz.

Sollten die Bebauungspläne im Neubaugebiet Arnum-West realisiert werden, könne die Stadtbahnlinie mit zwei weiteren Haltestellen bis zur Bockstraße nach Arnum verlängert werden. Zurzeit ist dies laut Franz jedoch nicht wirtschaftlich, so dass die Region für den Ausbau keine Fördermittel vom Bund erhalten würde. Eine Trassenoption sei jedoch eingeplant. "Falls sich die Situation ändert, können wir jederzeit reagieren."

Der Baubeginn für das 58 Millionen-Euro-Projekt ist für 2019 geplant, wenn die Arbeiten an der B3-Ortsumgehung abgeschlossen sind. Von daher wird die erste Stadtbahn der Linie 7 frühestens 2020 nach Hemmingen-Westerfeld rollen.

Vorgesehen ist der Neubau von insgesamt sechs Haltestellen, zwei davon auf hannoverschem und vier auf Hemminger Gebiet. Dort soll es die Haltestellen Saarstraße, Zentrum, Berliner Straße und südlich der Weetzener Landstraße den Endpunkt Hemmingen geben.

Eingesetzt werden sollen ausschließlich die neuen Wagen des Typs TW 3000. Dazu werden alle sechs Bahnsteige mit barrierefreien Hochbahnsteigen ausgestattet. Zur Hauptverkehrszeit sollen die Wagen im Zehn-Minuten-Takt fahren, abends alle 15 Minuten und ab 23 Uhr alle 30 Minuten. "Wir rechnen damit, dass pro Jahr 1,74 Millionen Fahrgäste bis zum Endpunkt Hemmingen fahren", sagte Franz. Täglich seien dies rund 3000 bis nach Hemmingen.

Die Fahrzeit bis zur Haltestelle Kröpcke wird laut Christian Weske, dem zuständigen Verkehrsplaner der Region, zwischen 17 und 18 Minuten betragen. Zurzeit benötigen Hemminger mit dem Bus aus 19 bis 26 Minuten bis in die hannoversche Innenstadt.

Da die Region davon ausgeht, dass viele Fahrgäste per Auto oder Rad zum Endpunkt kommen, sind dort ein Parkplatz mit mehr als 200 Stellflächen, zahlreiche Fahrradbügel und eine Fahrradgarage mit rund 100 abschließbaren Plätzen vorgesehen.

Busse fahren nicht mehr nach Hannover

Nach der Inbetriebnahme der neuen Stadtbahnlinie sollen die Busse nicht mehr von Hemmingen nach Hannover fahren. "Der Busverkehr wird dann auf die Stadtbahn zugeschnitten", erklärte Verkehrsplaner Christian Weske. Am Endpunkt halten sie zwischen den Stadtbahngleisen, so dass Fahrgäste am selben Bahnsteig umsteigen können.

Busse der Linie 365 und 366 werden nach Eröffnung der Stadtbahn im Ringverkehr zwischen Pattensen und den Hemminger Stadtteilen verkehren. Vorgesehen ist ein 30-Minuten-Takt.

Die Linie 300 fährt ebenfalls nicht mehr ins Stadtgebiet Hannover, sondern zurück nach Arnum, die Linie 350 und andere nach Devese.

Von Stephanie Zerm

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