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400 Besucher kommen zum Benefizkonzert

Hemmingen 400 Besucher kommen zum Benefizkonzert

Mehr als 400 Besucher haben am Sonnabend das Konzert "Noten gegen Not" in der KGS Hemmingen besucht - und sie erlebten einen fröhlichen und manchmal auch nachdenklichen Abend mit jeder Menge guter Musik und kurzen Vorträgen. Die Beteiligten spielten ohne Gage, der Eintritt kommt der Flüchtlingshilfe in Hemmingen zugute.

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Mehr als 400 Zuschauer kommen am Sonnabend zum Konzert "Noten gegen Not" in die KGS Hemmingen.

Quelle: Daniel Junker

Hemmingen. Für Hemmingens Bürgermeister Claus Schacht war die Veranstaltung schon ein Erfolg, bevor sie überhaupt begonnen hatte. "Ich bin überwältigt davon, dass heute so viele Besucher hier sind", sagte er. Insbesondere die Tatsache, dass die Hemminger durch ihre Teilnahme an der Veranstaltung bewiesen, dass das Thema Flüchtlinge sie beschäftigt, sei für ihn etwas Besonderes. 

Die Veranstaltung selbst war ebenso ein stimmiges Ereignis: Zahlreiche Gruppen aus Hemmingen und Hannover hatten über den Abend zahlreiche gelungene Vorstellungen abgegeben, zwischen den Aufführungen informierten Schüler, der Bürgermeister und andere Beteiligte mit kurzen Vorträgen über unterschiedliche Aspekte zum Thema Flüchtlinge. So hatten sich Schüler des 10. Jahrgangs unter anderem mit den Flüchtlingszahlen und Fluchtrouten beschäftigt. Ihrer Meinung nach gebe es in der Bevölkerung viel "gefährliches Halbwissen" über Flüchtlinge. Mit ihrem Vortrag wollten die Jugendlichen dem entgegenwirken. 

Vorbereitet wurde dieser thematische Teil des Abends, der sich hervorragend in die künstlerischen Darbietungen einfügte, vom Religionskurs des Gymnasialzweigs unter der Leitung von Sabrina Strudthoff. Im Forum boten Schüler Teigtaschen, Waffeln und Getränke gegen eine Spende an - alle Einnahmen gehen ans Hemminger Netzwerk für Flüchtlinge.

Martin Jürgensmann vom NDR, der die Veranstaltung moderierte, stellte zudem ein Ausstellungsprojekt des Hannoverschen Fotografen Günter Lietzmann vor: Er hatte Flüchtlinge portraitiert und sich mit ihrer Fluchtgeschichte beschäftigt. Einige Bilder wurde per Projektion vorgestellt, die Schülerinnen Patricia, Elina und Joelina trugen die dazu gehörenden Texte vor.

Ursprünglich habe er nur Flüchtlinge unterstützen wollen, berichtete Lietzmann. "Später habe ich dann angefangen, sie zu portraitieren. Eine Ausstellung war damals noch nicht geplant, dass ist irgendwann zu einem Selbstläufer geworden." Lietzmann machte deutlich, dass fest jeder helfen könne. "Zeit ist mindestens genauso wichtig wie Geld", sagte er. Er forderte die Anwesenden auf, selbst tätig zu werden.

Claus Schacht, der mit der Band Nanos als Sänger und Bassist auftrat, zeigte sich aber bereits von der derzeitigen Situation in Hemmingen begeistert. "Ich bin sehr, sehr froh, dass wir so viele Helfer haben", sagte er. Viele Bürger würden sich auf ganz unterschiedliche Weise beteiligen. "Das ist nicht selbstverständlich und nicht überall in Deutschland so." Er sei froh, dass die Integration im Ort funktioniert. "Wir können nur hoffe, dass sie so weitermachen."

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Von Daniel Junker

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