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Straße soll mehr Charme bekommen

Arnum Straße soll mehr Charme bekommen

Arnum wird einen Platz bekommen, auf dem sich gut verweilen lässt: Die Alte Wilkenburger Straße ist für das Projekt vorgesehen. Parkflächen und Aufenthaltsbereiche werden neu geordnet. In einem Workshop können Bürger über die Pläne mitentscheiden.

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Ortstermin: Workshop-teilnehmer diskutieren an der Alten Wilkenburger Straße mit Bürgermeister Claus Schacht.

Quelle: Andreas Zimmer

Hemmingen. Weniger Parkplätze, mehr Sitzgelegenheiten, einheitlicher Asphalt und eine schöne Sichtachse: Auf der gesamten Alten Wilkenburger Straße soll ein ganz neues Lebensgefühl herrschen. Für einen entsprechenden Planentwurf haben sich die mehr als 30 Teilnehmer eines Workshops der Stadt jetzt mehrheitlich ausgesprochen.

In der zweistündigen Sitzung in der Begegnungsstätte hatte Stadtplanerin Angela Anders ihre beiden Varianten vorgestellt. Diese lassen sich in zwei Stufen erweitern. Nur etwa die Hälfte der Straße fußgängerfreundlicher zu gestalten und auf der restlichen Fläche die Parkplätze zu belassen, ging den Workshopteilnehmern nicht weit genug. „Dann fehlt der Aha-Effekt, dass sich etwas verändert hat“, meinte einer. Bei der nun favorisierten Variante wird die gesamte Fläche auf der nur wenige hundert Meter langen Straße einheitlich und höhengleich gepflastert. Es gibt nur zwölf statt 20 Parkplätze - nur noch im Süden und dann gegenüber den heutigen Stellflächen, damit die Autos nicht mehr direkt am Biergarten am alten Spritzenhaus parken. Die Zeit des schrägen Einparkens wäre dann auch vorüber. Drei Bäume sollen den Parkplatz auflockern.

Das Gelände nahe der B 3 wird autofrei. Dort wird auch das unansehnliche Pflanzbeet aus Beton entfernt. Die Informationstafeln, die jetzt nahe des Beetes an der B 3 stehen, sollen vor eine Hauswand an der Alten Wilkenburger Straße versetzt werden. Geplant ist, einen Baum - zum Beispiel wegen der schönen Herbstfärbung eine Roteiche - zu pflanzen und mit einer Rundbank zu versehen. Planerin Anders erläuterte, es sei denkbar, Spielsteine für Kinder aufzustellen. Auch Fahrradparkplätze und eine Aufladestation für Elektrofahrräder seien möglich. Ein Arnumer regte zudem den Bau eines Brunnens an.

Der Planentwurf, die Alte Wilkenburger Straße für Autos zu sperren, fand im Workshop wenig Anklang. Da sich dort Arztpraxen befinden, wäre der Fußweg für die Patienten bei weiter entfernt liegenden Parkplätzen zu lang.

n Was kostet es? Planerin Anders schätzt die Ausgabe einschließlich Planungskosten auf 350 000 Euro. Würde nur die Hälfte der Straße neu gestaltet, wie es eine andere Variante vorsieht, seien es 200 000 Euro weniger.

n Wer besitzt was? Die Stadtplanerin gab grundsätzlich zu bedenken, dass die Flächen zur Neugestaltung begrenzt seien. Die Stadt sei lediglich im Besitz der Straße, der Fläche mit dem Trafohaus und des Fußweges in Richtung Bürgerbüro - insgesamt etwa 1100 Quadratmeter. Auch müsse beispielsweise die Einfahrt zu dem alten Bauernhof zwischen B 3 und der Alten Wilkenburger Straße frei bleiben.

n Wie geht es weiter? Noch ist alles am Anfang: Nach den Sommerferien, also im September, soll das Vorhaben im Fachausschuss weiter diskutiert werden. Einen Zeitplan, wann die Umgestaltung realisiert wird, gibt es noch nicht. Auch die Frage, wie hoch die Anliegerbeiträge ausfallen, ist bisher offen.

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