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Altes Schulhaus besteht seit 200 Jahren

Hemmingen-Westerfeld Altes Schulhaus besteht seit 200 Jahren

Bei Kaffee, Kuchen und Saxophonklängen hat Hausbesitzerin Kerstin Ossevorth mit zahlreichen Gästen jetzt das 200-jährige Bestehen des Alten Schulhauses in Hemmingen Westerfeld gefeiert. Bis 1941 sind alle Hemminger in dem Gebäude zur Schule gegangen.

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Wurde im Jahr 1816 komplett erneuert und besteht seit nunmehr 200 Jahren: das Alte Schulhaus im Alten Dorf.

Quelle: Torsten Lippelt

Hemmingen-Westerfeld. Täglich fahren viele hundert Autos am Fachwerkbau an der Dorfstraße im Alten Dorf vorbei. Doch nur, wer zufällig auf den Balken über dem verglasten Eingangsbereich schaut, sieht die Jahreszahl 1816.
„Bereits vor der Reformation bestand hier im Alten Dorf ein Schulgebäude, mit einem Strohdach gedeckt“, hat Heimatchronist Heinz Wiegmann in seinen historischen Büchern zu Hemmingen geschrieben.

Im Jahre 1816 sei das Gebäude völlig erneuert worden. Dieses Haus steht jetzt seit 200 Jahren. Bis 1987 zierten neben der Backstein-Optik blau gestrichene Holzbalken die Fassade. Erst ab dann wurden die Balken schwarz und die Mauersteine in den Gefachen weiß übergestrichen, das Gebäude mal als Restaurant, zum Wohnen und als Laden genutzt.

Im Sommer 2011 kaufte Kerstin Ossevorth aus Ihme-Roloven das Alte Schulhaus und hat es seitdem liebevoll in Eigenleistung saniert. Genutzt wird das Gebäude heute für Wohnzwecke, als Laden und als Veranstaltungsort für die Hemminger. Schließlich sind viele von ihnen in dem Gebäude noch zur Schule gegangen.

„An der nördlichen Giebelwand stand einst der Spruch ‚Hier lernet Jugend Weisheit und Tugend’“, weiß Heinz Wiegmann noch, der von 1939 bis September 1941 in dem Gebäude die Schulbank drückte.

Man habe damals den heutigen Nebeneingang, gegenüber vom bauhof, benutzt. Dort seien zwei Klassenzimmer für jeweils rund 15 Schüler gewesen. „Links die Klassen 1 bis 4 von Lehrer Koch und rechts die Klassen 5 bis 8 von Fräulein Fricke“, weiß Wiegmann noch. Die große Diele habe man mit den Lehrern nur betreten, um die dort gehaltenen Seidenraupen regelmäßig mit Maulbeerbaumblättern zu füttern, damit diese in der Kriegszeit möglichst viele Seidenkokons produzieren.

Ein lang geplanter Schulneubau fand erst im September 1941 mit der „Türmchenschule“ an der Berliner Straße seine Vollendung. 1962 wurde die heutige Grundschule am Köllnbrinkweg eingeweiht, 1972 dann die KGS.

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Von Torsten Lippelt

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