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Diskussion um Stadtpark lebt wieder auf

Hemmingen-Westerfeld Diskussion um Stadtpark lebt wieder auf

Hemmingen-Westerfeld soll einen Stadtpark erhalten. Die Achse könnte der Maschgraben bilden, schlägt die Stadtverwaltung vor. Die Idee wurde bereits vor mehr als 15 Jahren geboren, aber jetzt lebt die Diskussion wieder auf. Anlass ist das Integrierte Stadtentwicklungskonzept (ISEK) Hemmingen 2025.

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Der vorhandene Grünzug soll zu einem Stadtpark erweitert werden.

Quelle: Andreas Zimmer

Hemmingen-Westerfeld. Darin ist der Stadtpark erwähnt. „Es ist nur eine grobe Idee“, betont Fachbereichsleiter Axel Schedler. „Wir haben mal eine Fläche skizziert, die überhaupt in Frage kommen könnte.“ Die Auswahl für solche  Flächen sei in Hemmingen nicht mehr groß. Der Stadtpark würde demnach an den Tennisplätzen an der Weetzener Landstraße beginnen und am Friedhof vorbei bis in Richtung Altes Dorf reichen. Er umfasst etwa 9 Hektar, ist also fast so groß wie 13 Fußballfelder.

Viele Fragezeichen aber ranken sich um den Vorschlag. So stehe bislang nicht fest, ob die landwirtschaftlich genutzten Felder überhaupt verkauft werden. Planungsrechtliche Fragen seien ebenfalls zu klären. Teile der Flächen im Bebauungsplan seien zwar bereits als Parkanlage festgesetzt. Für einen Stadtpark sei aber der Flächennutzungsplan zu ändern, der für einige Flächen Landwirtschaft vorsieht. Auch der Hochwasserschutz sei zu berücksichtigen.

Dennoch: Einer der Vorteile eines Stadtparkes an dieser Stelle sei, dass es dort schon einen Grünzug mit einigen Sitzbänken gebe. Das Areal liege zentral mit Wegen, die in die benachbarten Wohngebiete führen. „Ein paar zusätzliche Bänke aber machen noch keinen Stadtpark“, sagt Schedler. Zu überlegen sei beispielsweise, welche Flächen als Park zu gestalten seien und welche naturbelassen bleiben sollten. „Das werden keine Herrenhäuser Gärten“, stellt Schedler klar. Das Gelände sollte in mehreren Abschnitten für die Nutzer unterschiedlicher Altersgruppen umgestaltet werden. Gastronomische Angebote schließt Schedler ebenso aus wie eine Beleuchtung durch Laternen.

Der Stadtpark wurde Schedler zufolge erstmals in der Stadtentwicklungsplanung 2001 erwähnt, allerdings nur kurz. Auch in dem entsprechenden Papier von 2007 spielte der Park eine Rolle. Ausführlichere Erläuterungen gibt es im Konzept Hemmingen 2025. Darin steht im Hinblick auf den Hemminger Maschgraben als geschütztes Biotop: „In Verbindung mit dem angrenzenden Friedhof ist hier ein relevanter Freiraum zum Erhalt und zur Entwicklung von ökologisch und klimabedeutsamen Grünstrukturen vorhanden.“ Weiter heißt es: „Neben Freizeit- und Erholungsinfrastruktur sollte auch Entwicklungsraum für Aufwertungsmaßnahmen vorhanden sein, zum Beispiel an den vorhandenen Gewässern, Gehölzpflanzungen sowie die Schaffung von (Feucht-)Wiesenstrukturen.“ Der Stadtwald könne zudem zu einem „Bindeglied“ zwischen Hemmingen-Westerfeld und dem Alten Dorf werden. „Aufgrund der Bedeutung des Projektes könnte über einen Landschaftsarchitekten-Wettbewerb nachgedacht werden, um das Projekt voranzutreiben. Es sollte auch eine intensive und rechtzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit am Planungsprozess geben.“

Der Hemminger Seniorenbeirat hat die Pläne für einen Stadtpark bereits befürwortet, da sich dieser in der Nähe des Seniorenheims befinden würde und in der Nähe möglicher Flächen für eine Anlage für betreutes Wohnen. In den Park sollte auch der Teich am Tennisplatz einbezogen werden, um einen schönen Rundweg zu schaffen. Der Beirat fordert zudem „bewegungsanregende Geräte“ für Senioren aufzustellen.

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