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Flüchtlingsunterkunft wird Kreativzentrum

Hemmingen-Westerfeld Flüchtlingsunterkunft wird Kreativzentrum

An Hemmingens größter Flüchtlingsunterkunft soll ein Kreativzentrum mit verschiedenen Angeboten entstehen. Den Beginn macht der ADFC, der auf dem Gelände an der Heinrich-Hertz-Straße 23 in Hemmingen-Westerfeld im November eine Fahrradwerkstatt eröffnen will.

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Udo Scherer (von links), Dirk Härtel, Rudolf Hoffmann und Michael Maier freuen sich auf die Eröffnung der Fahrradwerkstatt. 

Quelle: Tobias Lehmann

Hemmingen-Westerfeld. Das Motto lautet: „Aus zwei mach eins.“ So formuliert es Udo Scherer, der gemeinsam mit Dirk Härtel und Michael Maier die Fahrradwerkstatt auf dem Gelände der größten Sammelunterkunft für Flüchtlinge in Hemmingen eröffnen will. Alle drei sind Mitglieder des ADFC-Ortsverbands Hemmingen-Pattensen. „Das Motto bezieht sich darauf, dass wir gemeinsam mit Flüchtlingen und Inhabern des Hemminger Aktiv-Passes Fahrräder reparieren wollen. Es soll eine Selbsthilfe-Werkstatt sein“, sagt Scherer. Der Aktiv-Pass wird für einkommensschwache Bürger ausgestellt.
Doch die Fahrradwerkstatt bietet noch mehr. Dort können für ein kleines Entgelt auch Fahrräder gekauft werden. „Wir haben das Angebot mit den Fahrradhändlern in Hemmingen abgestimmt. Die sind einverstanden und sehen in uns keine Konkurrenz“, sagt Scherer. Auch Materialien rund um das Fahrrad wie Helme und Schlösser sollen in der Werkstatt angeboten werden.
Die ADFC-Mitglieder haben bereits in der vom Flüchtlingsnetzwerk in Pattensen angebotenen Fahrradwerkstatt aktiv mitgeholfen. „Dort haben wir auch viele logistische Tipps zur Lagerung und dem allgemeinen Ablauf bekommen“, sagt Härtel. Die drei Hemminger sind sich sicher, dass unter den Flüchtlingen ein großer Bedarf für Fahrräder besteht. „Hemmingen hat viele Ortsteile, die nicht direkt aneinander liegen. Mobilität ist wichtig“, sagt Maier.
Die Räume zur Reparatur und Lagerung der Fahrräder hat die Stadt kostenlos zur Verfügung gestellt. Ziel ist es, auf dem Gelände einen Treffpunkt für kreative Angebote zu errichten. Im Raum nebenan sollen zum Beispiel Nähmaschinen aufgestellt werden, sagt der betreuende Sozialarbeiter Rudolf Hoffmann. Dabei geht es auch darum, den Flüchtlingen eine Beschäftigung anzubieten. Möglicherweise könne ab dem nächsten Frühjahr auf dem Gelände auch noch eine Verkehrsschulung organisiert werden.
Die Fahrradwerkstatt soll am Dienstag, 15. November, von 17.30 bis 19 Uhr erstmals eröffnet werden. Dann soll es im Wochenrhythmus weitergehen. Gesucht werden sowohl ehrenamtliche Helfer wie auch Spenden. „Wir brauchen Fahrräder, Werkzeuge und alle weiteren Materialien rund um das Fahrrad“, sagt Scherer. Wer sich engagieren möchte, meldet sich bei Härtel unter Telefon (05 11) 4 10 47 49 oder Maier unter (01 77) 3 08 70 40. Auch Geldspenden werden gern angenommen unter der IBAN DE97 2509 0500 0000 9205 50, Sparda Bank Hannover, Verwendungszweck: „ADFC Selbsthilfewerkstatt Hemmingen“.

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