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Anfangs war in der Bücherstube alles geliehen

Arnum Anfangs war in der Bücherstube alles geliehen

Krimis, Romane, Sach- und Bilderbücher: In der Bücherstube der Friedenskirche gibt es stets aktuellen Lesestoff für Erwachsene, Jugendliche und Kinder. Betrieben wird der Laden von Ehrenamtlichen - und das bereits seit 25 Jahren.

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Ursula Süberkrüb (links) und Gesine Meerheimb sorgen dafür, dass stets die neuesten Schmöker in der Bücherstube stehen.

Quelle: Zerm

Hemmingen. Angefangen hat alles auf zehn Quadratmetern. „Eröffnet haben wir am 2. März 1991 in dem kleinen Küsterraum“, erinnert sich Ursula Süberkrüb. Damals gehörten 800 Bücher zum Sortiment - und diese hatte sich die Bücherstube beim Verband Evangelischer Büchereien selbst geliehen. Die Regale, in denen die Werke standen, waren selbst zusammengezimmert. „Mein Mann hat sie mit einem weiteren Gemeindemitglied gebaut und aufgestellt“, sagt Süberkrüb, die die Bücherstube ins Leben gerufen hat.

Während der Bauphase der neuen Kirche hat sie 1990 den Kirchenvorstand gefragt, ob auch eine Gemeindebücherei geplant sei und ob sie sich um sie kümmern dürfe. Sie durfte. In den folgenden Jahren baute die ausgebildete Büchereiassistentin im kirchlichen Dienst die Bücherstube zu einer gut sortierten Einrichtung aus.

„Es ist längst nicht so, dass wir nur religiöse Bücher haben“, sagt Süberkrüb. Der größte Teil seien weltliche. Schwerpunkt ist außer Belletristik für Erwachsene der Kinder- und Jugendbuchbereich.

Hinzu kamen zwei Literaturkreise und ein Bilderbuchkino für den Nachwuchs. „Es ist uns wichtig, das Lesen bei Kindern zu fördern“, sagt Gesine Meerheimb, seit 2012 Leiterin der Bücherstube. Die Einrichtung arbeitet mit den Kindergärten Arnum I und Arnum II zusammen, die regelmäßig zu Besuch kommen. Mittlerweile ist die Bücherstube in größere Räume gezogen und hat auf rund 25 Quadratmetern 4 500 Bücher im Sortiment. 2480 sind Kinderbücher, 1114 Romane für Erwachsene. Hinzu kommen CDs, Filme und Sachbücher.

Im Gegensatz zur Eröffnung 1991 sind die Bücher nicht geliehen, sondern gehören der Einrichtung. Finanziert werden sie durch Buchspenden, die die Ehrenamtlichen auf dem Bücherflohmarkt im Gemeindehaus verkaufen. Hinzu kommen Zuschüsse von der Gemeinde und der Landeskirche.

Zurzeit engagieren sich 13 Ehrenamtliche in der Bücherstube. Für die Auswahl neuer Schmöker lesen sie Rezensionen und besuchen Buchmessen. „Wir versuchen, eine Vielfalt an anspruchsvoller und aktueller Literatur zu bieten“, sagt Gesine Meerheimb.

Von Stephanie Zerm

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