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Arnumerin verbringt ein Jahr in Südafrika

Arnum Arnumerin verbringt ein Jahr in Südafrika

Sie hat Elefanten gestreichelt, die Wüste erkundet, aber auch die Armut in den Townships mit eigenen Augen gesehen: Verena Müller ist ein Jahr lang in Südafrika zur Schule gegangen – ein unvergessliches Abenteuer für die 17-jährige Arnumerin.

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Ein ganz besonderes Erlebnis: Bei einem Ausflug in ein Wildtierreservat kommt Verena einem Elephanten ganz nah. „Wir durften sie streicheln und sogar füttern“, sagt die 17-Jährige.

Quelle: Privat

Hemmingen. Ein Auslandsjahr in den USA, in England oder Australien? Das kam für Verena Müller nicht in Frage. „Das macht doch jeder, ich wollte eine ganz andere Welt entdecken“, sagt die 17-Jährige. Ein Jahr lang hat sie in der Nähe von Kapstadt gelebt, die Schule besucht und dabei den schwarzen Kontinent lieben gelernt. „Es ist ein total schönes Land. Man hat Berge, Meer und Strand an einem Fleck“, sagt die Schülerin, die auch von der Mentalität der Menschen begeistert ist. „Alle sind offen und nicht so verspannt und gestresst wie hier“, schwärmt sie.

Natürlich besteht das Leben in Südafrika nicht nur aus Sonnenbädern und Safaris. Das wurde Müller schnell bewusst, als sie mit Austauschschülern aus aller Welt ein Township besuchte - eine während der Rassentrennungspolitik eingerichtete Wohnsiedlung für die schwarze Bevölkerung. „Die Menschen dort kann man noch nicht mal mehr arm nennen. Die haben wirklich gar nichts“, sagt die Arnumerin. Zu sehen, wie die Menschen in einer Blechhütte wohnen, ohne Bett und Badezimmer, habe ihr gezeigt, wie gut es ihr in Deutschland geht. „Ich habe mich auch geschämt, weil die Armut der Menschen für uns eine Touristenattraktion ist“, sagt sie.

Ansonsten aber sei der befürchtete große Kulturschock ausgeblieben - auch wenn sie vor der Anreise noch gar nicht einschätzen konnte, was sie auf dem fremden Kontinent erwartete. Aber der Kontakt mit anderen Austauschschülern aus aller Welt, das gute Verhältnis zur Gastmutter und die vielen Ausflüge haben die elf Monate in Südafrika wie im Flug vergehen lassen. „Wir waren im Wildtierreservat, ich habe Elefanten gestreichelt, und wir sind durch die Wüste gefahren“, zählt Müller einige ihrer Abenteuer auf.

Auch in der Schule habe sie sich sehr wohl gefühlt - wenn auch die strenge Kleiderordnung anfangs ungewohnt war. „Die Haare mussten streng zurückgebunden werden, und selbst die Farbe der Socken war vorgeschrieben“, sagt die Schülerin. Doch andererseits sei es so viel einfacher gewesen, sich morgens fertig zu machen.

Zurückblickend würde Müller jedem Schüler einen Afrika-Austausch empfehlen. „Es hat mir nicht nur sprachlich viel gebracht. Ich bin auch offener und gelassener geworden, und ich traue mir mehr zu.“

Von Lisa Malecha

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