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Bienenparadies: Noch viele offene Fragen

Hemmingen Bienenparadies: Noch viele offene Fragen

Hemmingen soll ein Schlaraffenland für Bienen werden – keine Frage. Dass es mehr Flächen für die gefährdeten Insekten geben soll, darüber sind sich die Ratsfraktionen grundsätzlich einig. Den entsprechenden Antrag der Bündnisgrünen aber möchten SPD und CDU um einige Punkte ergänzt wissen.

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Hemmingen soll aufblühen: Diesen Weg im Gewerbepark schlägt die Verwaltung als einen der Probe-Pflanzflächen vor.

Quelle: Andreas Zimmer

Hemmingen. Ulrike Roth (Grüne) zeigte sich jedoch verwundert. „Der Änderungsantrag ist zu 99 Prozent gleich mit unserem Antrag“, sagte sie. "Doch wichtig ist, dass wir gemeinsam an einem Strang ziehen“, merkte sie in der jüngsten Sitzung des Fachausschusses an.

Jens Beismann (SPD) betonte, es gebe sehr wohl Unterschiede zwischen den beiden Anträgen und nannte die Probezeit als Beispiel. Die Große Koalition aus SPD und CDU schlägt vor auf vier Flächen zunächst über 36 Monate bestimmte Saatgutmischungen mit Wildpflanzen auszusäen. Nach einem Jahr soll die Stadtverwaltung über die Erfahrungen berichten. „Es reicht eben nicht, wenn es schön blüht, und die Schafgarbe aus Bayern hilft uns hier nicht weiter“, sagte Beismann und hatte gleich die passenden Saatgutmischungen für den Betriebshof im Karton dabei.

Die Grünen hatten ihren Antrag mit einem Auszug aus dem Amtsblatt der Stadt Mössingen bei Tübingen untermauert. Mössingen wird wegen seiner bunten Blumenfelder, den blühenden Straßenrandstreifen und Kreisverkehren auch als Blumenstadt bezeichnet.

Davon ist Hemmingen noch weit entfernt. Doch der Hemminger Betriebshof hat schon mögliche 300 bis 500 Quadratmeter große Flächen, aufgeteilt in vier Einzelflächen, auserkoren. Im Gewerbepark auf Deveser Gebiet sollen sie zur Probe angelegt werden: in einem bereits bestehenden Grünzug, der von der Alfred-Bentz-Straße unterbrochen wird und am Aldi- und Real-Markt vorbeiführt. Die zweite Fläche befindet sich ganz in der Nähe: auf der Verkehrsinsel an der Weetzener Landstraße nicht weit vom Kreisel am Real-Markt. „Wir wollen es im Verkehrsraum ausprobieren“, erläuterte Betriebshofleiter Claus Schmidt. Die dortige Linde werde im Winter entfernt. Für sie sei es nicht der richtige Standort: „Es ist zu trocken und das Streusalz setzt ihr zu.“ Um die Probeflächen einmalig anzulegen, sollen im Haushalt 2018 insgesamt 5000 Euro bereitgestellt werden, sagte Schmidt. Darin seien die Kosten unter anderem für das Ausbaggern und die Einsaat enthalten.

Wie genau das Schlaraffenland für Bienen in Hemmingen aussehen soll, darüber konnte sich der Fachausschuss noch nicht verständigen. Über das Thema – es stand im August schon einmal auf der Tagesordnung des Gremiums – wollen die Fraktionen im nicht öffentlich tagenden Verwaltungsausschuss weiter diskutieren. Es will schließlich gut überlegt sein, wo es in Hemmingen künftig überall summt und brummt.

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