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B.A.S.-Chef kritisiert Verkehrsministerium

Arnum B.A.S.-Chef kritisiert Verkehrsministerium

Sind deutsche Richtlinien innovationsfeindlich? Der Vorstandsvorsitzende der Arnumer Firma B.A.S., Werner Sporleder, kritisiert die Behörden. Mehr Verkehrssicherheit würden verhindert, findet der Firmenchef - und nennt Beispiele aus Hemmingen. Das Verkehrsministerium weist die Vorwürfe zurück.

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Werner Sporleder (links) überreicht Bürgermeister Claus Schacht einen Scheck über 10 000 Euro für die Sprachförderung von Flüchtlingen.

Quelle: Carolin Müller

Arnum. Sporleders Betrieb ist seit Jahrzehnten auf dem Gebiet der Verkehrssicherung tätig und einer der größten in Deutschland. Er hat zahlreiche neue Techniken entwickelt und marktreif gemacht - unter anderem mit der Erfindung des Absperrbands. Doch jetzt sieht Sporleder sich auf dem Weg zu weiteren Innovationen immer häufiger durch Bestimmungen und behördliche Entscheidungen behindert.

„Seit 20 Jahren gibt es keine Fortschreibungen der Richtlinien für die Sicherung von Arbeitsstellen an Straßen“, klagt der Unternehmer in einem Brief an Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt. Pilotprojekte würden unterbunden. Dobrindt müsse „ein Signal zur Änderung der unmöglichen Zustände setzen“.

Auch dem Land Niedersachsen wirft er vor, dass „in den letzten drei Jahren keine Vorschläge zur Erhöhung der Verkehrssicherheit realisiert wurden“. Konkret nennt er mehrere Vorhaben, sogenannte LED-Marker zu installieren. Sie werden in den Boden eingelassen oder an Leitpfosten montiert, laden sich tagsüber auf und weisen im Dunkeln Auto- oder Radfahrern den Weg.

So sei es abgelehnt worden, den Radweg an der Bundesstraße 3 zwischen Hemmingen-Westerfeld und Arnum damit auszustatten. Das gelte auch für die Fahrbahnverengung der B 3 an der nördlichen Stadtgrenze von Hemmingen sowie einen Kurvenbereich der B3 in Arnum.

Nach Angaben von Stefan Wittke, Sprecher des Ministeriums für Wirtschaft und Verkehr, treffen die Vorwürfe so nicht zu. Die Genehmigungen für die Markierungen am Radweg sowie an der Bundesstraße seien dem Firmenchef vom Leiter der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr bereits im November erteilt und jetzt auf Sporleders Nachfrage noch einmal bestätigt worden.

Sporleder sei im Übrigen im Ministerium „als innovativer Unternehmer hoch geschätzt“, betont Wittke. Seine Vorschläge würden stets geprüft und „sehr viele werden auch umgesetzt - aber nicht alle“.

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