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Grundstückseigentümer können aufatmen

Hemmingen Grundstückseigentümer können aufatmen

Eines der größten Probleme beim Bau der Ortsumgehung in Hemmingen ist nahezu gelöst: Das Ersatzland für die 130 betroffenen Grundstückseigentümer, die durch das Projekt Flächen verlieren, steht fast komplett zur Verfügung. Die Landbeauftragte Karin Beckmann bezeichnet es als Durchbruch.

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Guter Ausgang nach langen Verhandlungen: Dirk Wulkopf (von links), Friedhelm Fischer, Claus Schacht, Matthias Dralle, Karin Beckmann und Udo Meier freuen sich über große Fortschritte in der nötigen Flurbereinigung für die Ortsumgehung. 

Quelle: Tobias Lehmann

Hemmingen. Die Verhandlungen zum 2012 begonnenen  Flurbereinigungsverfahrens waren langwierig. Das Land benötigt eine Fläche von 50 Hektar, um den Bau der B3-Ortsumgehung in Hemmingen umzusetzen. Betroffen sind 130 Grundstückseigentümer, darunter 16 Landwirte, die diese Flächen verlieren und einen Ausgleich dafür fordern. Doch sie können aufatmen. 46 Hektar stehen dem Land jetzt zur Verfügung, die unter den Betroffenen aufgeteilt werden.

Die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG) hat dem Land Niedersachsen 23,5 Hektar überschrieben. NLG-Geschäftstbereichsleiter Mathias Dralle und der Leiter der Landesbehörde für Straßenbau, Friedhelm Fischer, haben den entsprechenden Vertrag am Dienstag im Rathaus in Hemmingen unterschrieben. Zusätzlich stellt die Stadt Hemmingen 11 Hektar und das Amt für regionale Landesentwicklung Leine-Weser 11,5 Hektar zur Verfügung.

Karin Beckmann, Beauftragte für regionale Landesentwicklung, bezeichnete es als großen Schritt für das Projekt Ortsumgehung. "Unser Ziel ist es immer, so wenig Nachteile wie möglich für alle Beteiligten zu schaffen", sagte sie. Eine Enteignung sei zwar auch möglich, doch immer nur der letzte Schritt. Beckmann ist zuversichtlich, dass die noch fehlenden vier Hektar auch noch vergeben werden können. Sämtliche Verhandlungen über den Ausgleich von Flächen werden nicht vor 2022 abgeschlossen sein. 

Zufrieden zeigte sich auch Dirk Wulkopf, Sprecher der 130 betroffenen Grundstückseigentümer. "Vor knapp zwei Jahren gab es noch nicht einen Quadratmeter, den das Land anbieten konnte. Das sorgte für schlechte Stimmung", sagte er. Allerdings zeigte er auch Verständnis für die langwierigen Verhandlungen. "Nach der Verunsicherung durch die Eurokrise haben viele Bürger in Sachwerte wie Grundstücke investiert. Deshalb stehen so wenig Flächen zur Verfügung", sagte er.

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