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Barrierefreie Praxen auf einen Blick im Internet

Hemmingen Barrierefreie Praxen auf einen Blick im Internet

In Hemmingen läuft ein Projekt, das es dort so noch nicht gegeben hat. Auf der Internetseite der Stadt soll stehen, wie barrierefrei Räume von Ärzten und Heilpraktikern im Stadtgebiet sind. Der Kommunale Präventionsrat und die KGS arbeiten hierbei zusammen.

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Welche Praxen in Hemmingen sind mit Rollstuhl oder Rollator gut befahrbar? Eine Fragenbogenaktion soll darüber Aufschluss geben.

Quelle: Patrick Pleul

Hemmingen. Das Vorhaben ist laut Präventionsrat einmalig in der Region Hannover. Die Schüler verteilen gerade etwa 40 Fragebögen. „Wenn es gut läuft, wollen wir auch Daten und Informationen zu Gaststätten und Einkaufsmöglichkeiten anbieten“, erläutert Kerstin Schönamsgruber, Vorsitzende des Präventionsrates. Sie betont: „Es soll keine Schwarze Liste werden.“

Ursula Petersen war bis vor kurzem Behindertenbeauftragte der Stadt und gehört nun dem Präventionsrat an. Sie erklärt: „Es geht auch darum die Augen zu öffnen und bestimmte Notwendigkeiten überhaupt wahrzunehmen.“ Wer die barrierefreie Internetseite aufrufe, solle sehen, „welchen Ort der Dienst- oder Hilfeleistung die Menschen bezogen auf ihre Einschränkung selbstständig ohne Begleitung aufsuchen können“. Petersen ergänzt: „Damit sollen ihnen langes Suchen, Unsicherheit und eventuelle Fehlversuche erspart werden.“ Vielleicht gebe es einen stufenfreien, zweiten Eingang oder wenn taktile Führungen für Blinde fehlen, seien hingegen freundliche Mitarbeiter bereit die Patienten in Empfang zu nehmen und zu begleiten.

Hemmingen sei für das Vorhaben mit rund 20.000 Einwohnern ideal. „Die Stadt hat eine überschaubare Größe.“ Eine Veröffentlichung der Informationen im Internet sei besser als in einer Broschüre, da stets aktualisiert werden könne. Die Teilnahme der Ärzte und Heilpraktiker sei freiwillig. Auf ihren Wunsch hin würden Einträge auf der Seite jederzeit geändert oder gelöscht.

Was ist, wenn jemand falsche Angaben macht? Über die Internetseite soll eine - für andere nicht lesbare - Kontaktaufnahme möglich sein, um darauf hinzuweisen. Die Fragebögen sollen nicht gesammelt und im Block online gestellt werden, sondern sofort, wenn ein Bogen beantwortet wurde. Petersen erläutert, warum die Fragebögen nicht einfach per Post oder E-Mail verschickt werden: „Die persönliche Ansprache ist verbindlicher.“

20 Schüler der letzten beiden Jahrgangsstufen der KGS stecken bereits tief im Thema. Seit einem Jahr befassen sie sich damit und schreiben darüber ihre Seminararbeit.

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