Volltextsuche über das Angebot:

8 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Erweiterungsbau verzögert sich bis 2019

Arnum Erweiterungsbau verzögert sich bis 2019

Die Sportliche Vereinigung (SV) Arnum kann ihr erweitertes Vereinsheim voraussichtlich erst etwa ein Jahr später eröffnen als geplant. Der Grund: Die Region Hannover fordert einen Bebauungsplan. Das teilte SV-Vorsitzender Harald Gries auf Anfrage dieser Zeitung mit.

Voriger Artikel
Schon fast 3000 Briefwähler in Hemmingen
Nächster Artikel
Stadt sucht Mitwirkende für Weihnachtsmarkt

Mit der Erweiterung des Vereinsheims in Arnum geht es vorerst nicht weiter.

Quelle: Andreas Zimmer

Arnum. „Der Vorstand der SV ist stinksauer“, sagte er. Die Arbeiten sollten in einem Bauabschnitt bereits im Frühjahr 2018 beginnen und im Herbst 2018 enden. Der Sportverein ist seit 2015 mit den Plänen beschäftigt. Der etwa 700 Quadratmeter große Anbau an der Hiddestorfer Straße für rund 900.000 Euro soll unter anderem einen Mehrzweckraum, Umkleidekabinen, Toiletten und ein Archiv enthalten. Vorgesehen ist ein seitlicher Erweiterungsbau, der durch einen Trakt mit dem bestehenden Vereinsheim verbunden wird. Das Gelände gehört der Stadt.

Laut Stadtverwaltung gibt es für das Gebiet mit dem Vereinsheim noch keinen Bebauungsplan. Gries sagte, er gehe davon aus, dass das Aufstellen eines Bebauungsplanes durch die Stadt mindestens ein halbes Jahr dauern werde. Deshalb habe die Sportliche Vereinigung jetzt die Förderanträge an der Regionssportbund und die Stadt zurückgezogen. Diese müssten nun Mitte 2018 neu gestellt werden.

"Wir standen in den Startlöchern", sagte Gries. "Auch die Energie- und Wasserversorgungen waren schon abgeklärt. Nun werden wir kurz vor dem Ziel ausgebremst." 2016 habe die SV eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Vor wenigen Wochen hatte der Verein mit dem Werben von Spenden begonnen.

Der Vereinschef sagte, er gehe davon aus, dass sich der Termin für den Baubeginn um voraussichtlich ein Jahr verzögert. Eine außerordentliche Mitgliederversammlung werde aber nicht einberufen. Über das Bauprojekt sowie geänderte Mitgliedsbeiträge und die zu ändernde Satzung werde in der Versammlung im Januar 2018 diskutiert.

Die Region Hannover bestätigte auf Anfrage dieser Zeitung, dass die Bauvoranfrage noch nicht beschieden ist. "Vorab wurde der Stadt jedoch unser Standpunkt mitgeteilt, dass das Vorhaben ohne einen Bebauungsplan nicht realisierbar ist", sagte Sprecher Klaus Abelmann. Darüber habe es auch ein Gespräch zwischen Vertretern der Stadt und der Region gegeben.

Die geplanten Erweiterungen um Umkleidekabinen und Ergänzungen der Küche "könnten möglicherweise genehmigt werden, wenn nicht bei den noch ausstehenden Beteiligungen anderer Stellen wie Straßenbaubehörde und Untere Naturschutzbehörde noch Hinderungsgründe auftauchen". Abelmann erläuterte zudem: "Nicht genehmigungsfähig ist jedoch der Anbau einer Mehrzweckhalle. Diese würde auf einer dem Außenbereich zuzuordnenden Fläche errichtet und ist dort nicht zulässig, weil dadurch die Bebauung über den bisherigen Ortsrand hinaus entwickelt würde." Dies sei nur mit einem Bebauungsplan zulässig. "Der Antrag könnte um die Mehrzweckhalle reduziert und auf dieser Basis weiter geprüft werden", erklärte Abelmann. "Dann wäre ein positiver Bauvorbescheid denkbar, vorbehaltlich der noch einzuholenden Stellungnahmen."

Von Leonie Rüdiger und Andreas Zimmer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
doc6xfayo6z00xq9d7f33p
Männer 50plus lassen es rocken

Fotostrecke Hemmingen: Männer 50plus lassen es rocken