Volltextsuche über das Angebot:

2 ° / -8 ° wolkig

Navigation:
Ganztagsgrundschule: Hemmingen ziert sich

Hemmingen Ganztagsgrundschule: Hemmingen ziert sich

Hemmingen und die Ganztagsgrundschule – es wird wohl noch Jahre dauern, bis das Modell an den drei Grundschulen im Stadtgebiet greift. Dabei ist es nicht so, dass es auf breiter Front abgelehnt wird.

Voriger Artikel
Das neue Gerätehaus: Entwurf sieht Anbau vor
Nächster Artikel
Noch kein Zeitplan für Campus-Umgestaltung

Sternenbild an der Außenwand der Grundschule in Hemmingen-Westerfeld: Was aus der Ganztagsschule wird, steht in den Sternen.

Quelle: Andreas Zimmer

Hemmingen. „Schritt für Schritt arbeiten wir uns heran“, sagt Ulrike Lange-Riekenberg, Leiterin der Grundschule Hemmingen-Westerfeld. Jens Beismann, Vorsitzender des städtischen Bildungsausschusses, betont: „Wir wollen keine Zwangskäseglocke überstülpen.“ Ausschussmitglieder hatten in diesem Monat die Gebrüder-Körting-Schule besucht, eine freiwillige Ganztagsgrundschule in Hannover-Badenstedt. Freiwillig bedeutet, dass Schüler nur dann am Ganztagsangebot teilnehmen können, wenn sie angemeldet sind.

Vom Enthusiasmus, mit dem der Schulleiter nach Angaben der Ausschussmitglieder ihnen von dem Schulmodell berichtete, ist in Hemmingen noch wenig zu spüren. Beismann räumt ein: „Wir können dieses System nicht in kürzester Zeit kopieren. Es ist eine Vision für Hemmingen.“ Doch irgendwann werde sie wohl Wirklichkeit, weil sich die Gesellschaft weiter verändert.

Viel habe sich schon verändert, macht Bürgermeister Claus Schacht deutlich. Die Nachfrage von Hemminger Eltern nach einer Ganztagsbetreuung steigt. In vielen Familien seien beide Erziehungsberechtigten berufstätig – Tendenz steigend. Schacht betont: „Niemand will die Horte abschaffen und 1:1 durch eine Ganztagsgrundschule ersetzen.“ Einige Eltern und Lehrer, so formuliert Schacht seinen Eindruck, würden das Thema als „Angriff“ empfinden. Aber es dürfe nicht der Tag kommen, an dem – zugespitzt formuliert - Schüler nach Schulschluss das Schulgebäude verlassen und für den Nachmittag ins Hortgebäude direkt nebenan gehen. Dafür habe die Stadt weder die Räume noch das Geld. „Das Hortmodell in Hemmingen kostet jährlich eine Million Euro.“ Es gibt mittlerweile 230 Hortplätze.

Anders als in Badenstedt, dort endet das Ganztagsangebot spätestens um 17.30 Uhr, solle in Hemmingen um 15.30 Uhr Schluss sein, schlägt Schacht vor. Die Badenstedter Schule war nicht die erste Ganztagsgrundschule, die sich Ausschussmitglieder angesehen hatten. Sie waren auch schon in Einrichtungen in Laatzen und im Landkreis Celle.

Wie geht es nun in Hemmingen weiter? „Eine Runde der Nachbesprechnung und dann gucken wir uns tief in die Augen“, sagt Schacht.

Von Andreas Zimmer

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Nachrichten
Hemmingen
doc6slnq62pps81faop4l5g
Kaninchen suchen ein neues Zuhause

Fotostrecke Hemmingen: Kaninchen suchen ein neues Zuhause