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Schutzschicht am Mausoleum muss saniert werden

Hemmingen-Westerfeld/Arnum Schutzschicht am Mausoleum muss saniert werden

Beim Mausoleum in Hemmingen steht die nächste Sanierung an. „Die Schlammschicht auf einigen Teilen der Mauer löst sich“, erläutert Dirk Jüchter, Vorsitzender des Mausoleum-Fördervereins. „Die Steine müssen verfestigt werden.“

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Das Mausoleum ist die Grabstätte von Graf Carl von Alten.

Quelle: Archiv

Hemmingen. Bei besserem Wetter im Frühjahr werde eine Firma aus Ronnenberg die Arbeiten auf insgesamt etwa fünf Metern der Mauer erledigen. Die Kosten betragen Jüchter zufolge etwa 3500 Euro. Die Finanzierung sei noch nicht komplett gesichert. Der Verein hoffe auf Spenden.

Das 2013 und 2014 sanierte Mausoleum im Naturschutzgebiet Sundern zwischen Hemmingen-Westerfeld und Arnum ist die Grabstätte für Graf Carl von Alten, der 1840 starb. Es sind nur noch ein Eckturm und die Grundmauern erhalten. Das Mausoleum ist das einzige Bauwerk, an dem die beiden bekannten Architekten Georg Ludwig Friedrich Laves und Conrad Wilhelm Hase gemeinsam gearbeitet haben.

Kreuzblume: Wegen der Sanierung müsse die Giebel-Kreuzblume auf dem Eckturm noch warten. „Es fehlt der korrekte Abschluss der Turmspitze“, sagt der Hemminger Heimatforscher Heinz Wiegmann. „Anstelle des Stumpfes soll die Kreuzblume aufgesetzt werden.“ Wiegmann erklärte sich bereit die Kosten, die noch nicht genau feststehen, zu tragen. Jüchter zufolge muss die Kreuzblume nach Fotos rekonstruiert werden. Er sagt, er habe bereits Kontakt mit Ziegeleien in Ostdeutschland aufgenommen. Eine Recherche im Historischen Museum in Hannover stehe noch aus.

Schilder: Das Mausoleum soll besser ausgeschildert werden. Jüchter zufolge weisen sei etwa einem Jahr etwa zehn mal zehn Meter große Tafeln auf die Hemminger Sehenswürdigkeit hin. Die Region Hannover kündigte an, von einer Fahrradregion-Route aufs Mausoleum zu verweisen. Die stellvertretende Bürgermeisterin Doris Linkhof fordert: „Der Hinweis muss größer sein.“ Ein typisches Sehenswürdigkeiten-Schild mit weißer Schrift auf brauner Farbe, wie es beispielsweise 2015 für die Wilkenburger Vituskirche aufgestellt worden ist, wäre für das Mausoleum wünschenswert, sagt Jüchter. Bislang weist von den Hauptverkehrsstraßen rund um das Naturschutzgebiet Sundern, darunter die B3, kein größeres Schild auf die kulturhistorisch bedeutsame Stätte.

Broschüre: Der Förderverein will ein Faltblatt erstellen und es in einem Kunststoffkasten am Mausoleum anbieten. Darin soll auch auf die neue Broschüre über das Mausoleum hingewiesen werden, die zum Beispiel im Alten Schulhaus in Hemmingen-Westerfeld sowie in den Buchhandlungen in Arnum und Hemmingen-Westerfeld erhältlich ist. Die 70-seitige Broschüre erschien im November 2015. „Zu Weihnachten war sie ein beliebtes Geschenk“, sagt Jüchter. Sie kostet 4 Euro. Alle Einnahmen sind für den Förderverein bestimmt.

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