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Neuer Seniorenbeirat nur bei genug Kandidaten

Hemmingen Neuer Seniorenbeirat nur bei genug Kandidaten

In Hemmingen soll "bis auf Weiteres", so die offizielle Formulierung, kein neuer Seniorenbeirat gewählt werden. Das gilt solange, bis es genügend Bewerber gibt. Das hat der Fachausschuss in seiner Sitzung am Mittwochabend einstimmig empfohlen.

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Seit der Auflösung des Seniorenbeirates entfallen auch die regelmäßigen Sprechstunden im Hemminger Rathaus.

Quelle: Andreas Zimmer (Symbolbild)

Hemmingen. Das Gremium folgte damit im Wesentlichen dem Vorschlag der Verwaltung. Das letzte Wort hat der Rat, der am 26. Oktober tagt. Stimmt er zu, wird die Verwaltung regelmäßige Sprechstunden in den Stadtteilen anbieten. "Wir werden dort hingehen, wo sich die Senioren schon treffen", sagte Bürgermeister Claus Schacht und nannte Begegnungsstätten und Vereinsräume als Beispiele. Die Sprechstunden sollen im Dezember beginnen. Schacht würdigte die Arbeit des Beirates und nannte das Engagement beim Mehrgenerationenwohngebiet Arnum als Beispiel.

Schon bei dem im Januar 2015 gewählten Beirat war es allerdings schwierig genügend Kandidaten zu finden. Der Beirat hatte sich vor wenigen Wochen mitten in der Wahlperiode mangels Mitglieder aufgelöst. Sie sind krank, weggezogen oder verstorben. Rüdiger Kaminski, einer der beiden verbliebenenen Beiratsmitglieder, hatte im Gespräch mit dieser Zeitung betont, dass Sprechzeiten in den Stadtteilen nur eine Übergangslösung sein dürften. Ein solches Angebot könne die Arbeit eines Beirates nicht ersetzen.

Jan Dingeldey (CDU) sagte im Ausschuss, dass die Ratsmitglieder – allein schon wegen ihres durchschnittlich höheren Alters – auch die Belange der Senioren vertreten. „Der Kontakt zu den Senioren fehlt nicht“, sagte er. Ältere Menschen sprechen die Ratsmitglieder häufiger wegen unterschiedlicher Themen an. Ausschussvorsitzender Jens Beismann (SPD) stimmte ihm zu: „Wenn man in unsere Reihen guckt, ist der Altersdurchschnitt gut präsentiert.“ Ebenso wichtig wie ein Seniorenbeirat sei jedoch ein Jugendbeirat, sagte Beismann. Es gab schon einmal ein solches Gremium, es wurde allerdings 2013 aufgelöst. Es hatten sich keine Kandidaten gefunden.

Immerhin: Der erste Bewerber für den neuen Seniorenbeirat hat sich schon in der Stadtverwaltung gemeldet. Weitere sind willkommen. Die Kandidaten müssen in Hemmingen wohnen und mindestens 60 Jahre alt sowie wahlberechtigt sein. Wer Interesse an dem Ehrenamt hat, wendet sich an Susanne Giese im Seniorenbüro im Rathaus, Telefon (05 11) 4 10 32 86, E-Mail: susanne.giese@stadthemmingen.de.

Kleine Chronik des Hemminger Seniorenbeirates

2007: Der erste Seniorenbeirat ist gewählt. Es gab zwölf Bewerber.

2010: Acht Hemminger treten für die Wahl des zweiten Seniorenbeirates an. Das Interesse ist groß: Zur Vorstellungsrunde, die der Bürgerverein organisiert hatte, kamen rund 200 Senioren ins Rathaus.

2014: Das Interesse am Beirat lässt nach. Es gibt nur zwei Kandidaten. Der bisherige Beirat erklärt sich bereit vorerst weiterzumachen.

2015: Sieben Kandidaten haben sich gefunden. Ein neuer Seniorenbeirat wird gewählt.

2016: Der Seniorenbeirat muss Einschnitte hinnehmen. Der Rat ändert die Satzung dahingehend, dass der Beirat im Rat kein Rederecht mehr hat, sondern nur noch in den Fachausschüssen und dann auch nur zu Seniorenthemen.

2017: Der Seniorenbeirat löst sich mangels Mitglieder auf.

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