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Bischof hält Andacht in Wehrkapelle

Arnum Bischof hält Andacht in Wehrkapelle

Es ist wahrscheinlich eines der kleinsten Gotteshäuser, in denen Landesbischof Ralf Meister je eine Andacht gehalten hat. Etwa 50 überwiegend ältere Frauen und Männer sitzen am Dienstagabend in der Wehrkapelle Maria Magdalena in Arnum.

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Landesbischof Ralf Meister hält eine Andacht in der Wehrkapelle Maria Magdalena.

Quelle: Andreas Zimmer

Hemmingen. Unten sind alle Sitzgelegenheiten belegt, doch sogar für einen Rollator ist unter der Treppe noch Platz. Der Bischof hat einen Koffer bei sich, den er draußen auf eine Sitzbank legt und dem er das Wichtigste für die Andacht entnimmt. Da die Kapelle direkt an der Bundesstraße 3 liegt, müssen die Türen geschlossen werden, sonst dringt von den Fahrzeugen zu viel Lärm hinein. Ein Schmetterling schafft es noch hineinzuflattern und lässt sich am Plakat „Pflanzen der Bibel“ nieder. Hier hat wirklich auf engstem Raum alles und jeder seinen Platz.

Seit fünf Jahren gibt es die ökumenische Andachtsreihe, und nicht nur sie ist der Grund, warum Meister gekommen ist. Bis 1968 bestand die Kapellengemeinde Arnum, die zu Wilkenburg gehörte. Die Vituskirche in Wilkenburg ist jetzt 875 Jahre alt, und Meister hatte dort erst Mitte Juni an der Jubiläumsfeier teilgenommen.

Die kleine Orgel auf der Empore in Arnum erklingt, gespielt von Gerd-Harald Knauf aus Pattensen. Meister schlägt einen Bogen von der Kapelle über die Andachtsreihe, von den beginnenden Sommerferien, indem er von seinem Zeugnis erzählt, das er für eine Zeitung in die Kamera halten sollte, bis zu dem gerade verlesenen Gleichnis von den Arbeitern im Weinberg und ihrem Lohn, einem Denar, der symbolisch für das Erreichte im ganzen Leben steht. „Wir bringen ein, was wir waren, und nicht unsere Werke“, sagt Meister.

Als zum Schluss der 45-minütigen Andacht das Lied „Der Mond ist aufgegangen“ gesungen wird, ist es erst 18.45 Uhr. Das passt zeitlich gut, können doch die letzten Sonnenstrahlen auf den kleinen Kapellenhof fallen, wo diesmal nicht wie sonst Wasser und Kaffee, sondern Wasser und Wein gereicht wird - und die selbst gebackenen Maria-Magdalena-Taler, die im Backbuch unter Florentiner zu finden sind. So wird auch an den Namenstag von Maria Magdalena erinnert, der am Mittwoch ist. Hier hat wirklich alles seinen Platz.

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Von Redakteur Andreas Zimmer

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