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Bürger müssen Laternen zahlen

Hemmingen Bürger müssen Laternen zahlen

Die Stadt Hemmingen rüstet 1100 Straßenlaternen auf LED-Leuchten um. Anlieger müssen sich mit bis zu 900 Euro beteiligen. Aus Personalmangel beginnt das 1,4 Millionen Euro teure Projekt jedoch erst im nächsten Jahr.

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Stadt Hemmingen rüstet Straßenlaternen auf LED-Leuchten um.

Quelle: Symbolbild

Hemmingen. „Das wird ein Riesending. Die Hälfte der gesamten Stadt ist betroffen, also rund 10.000 Bürger“, sagt Dietmar Juschkewitz, Leiter der Abteilung Tiefbau. Da für Quecksilberleuchten ab 2015 keine Ersatzteile mehr hergestellt werden, müssen sämtliche Laternen der Stadt umgerüstet werden. Insgesamt gibt es in Hemmingen 2200 Laternen. Die Hälfte ist bereits mit der neuen Technik ausgestattet worden. In vielen Fällen werden bei der Aktion auch die kompletten Masten der Laternen erneuert. „Sie sind rund 50 Jahre alt und abgängig“, sagt Juschkewitz.

Anlieger müssen sich mit bis zu 75 Prozent pro erneuerter Laterne beteiligen. Das schreibt die Straßenausbaubeitragssatzung vor. „Die Kosten pro Laterne liegen bei etwa 1200 Euro. Bürger müssen bis zu 900 Euro dazuzahlen“, sagt Juschkewitz. Viele sind allerdings auch nur anteilig betroffen. Die konkrete Beteiligung der Anlieger ist auch in der Satzung geregelt.

Obwohl die nötigen 1,4 Millionen Euro für das gesamte Projekt bereits im Haushalt 2014 stehen, rechnet der Tiefbauleiter nicht damit, dass die Sanierung vor dem Frühjahr 2015 beginnt. Zwei Mitarbeiter von Juschkewitz haben die Verwaltung zu Beginn des Jahres verlassen, so dass er der einzige Experte für diesen Bereich war. „Ich konnte mich deshalb noch nicht darum kümmern.“ Da die Anlieger finanziell beteiligt werden, müssen sie zuvor auch in öffentlichen Veranstaltungen darüber informiert werden - was mit großem Aufwand verbunden ist. Seit diesem Monat hat Juschkewitz aber einen weiteren Mitarbeiter in seiner Abteilung. „Ich gehe davon aus, dass wir mit der Bürgerinformation Ende des Jahres beginnen können“, sagt er.

In einem weiteren Schritt muss der Rat der Stadt über das Design der künftigen Leuchten entscheiden. Anschließend wird das Projekt öffentlich ausgeschrieben. Eine Förderung von Bund oder Land wird es nicht geben. Die Sanierung hat noch einen weiteren Vorteil: LED-Leuchten verbrauchen weniger Strom, sodass die Stadt als Kostenträgerin Geld sparen wird. „Das kommt dem Steuerzahler zugute - auch wenn die Beiträge der Anlieger für die Laternen nicht sinken“, sagt Juschkewitz.

Von Tobias Lehmann

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