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Anwohner lehnen größeren Windpark ab

Hiddestorf Anwohner lehnen größeren Windpark ab

Über mögliche Konsequenzen für Mensch und Natur bei der von der Region geplanten Erweiterung des benachbarten Windkraftvorranggebietes informierten sich am Freitagabend mehr als 100 Bürger im St. Nicolai-Gemeindehaus in Hiddestorf.

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Umweltfreundliche und ästhetische Technik oder aber eine Gefahr und Abschreckung für Mensch und Natur? Zwischen Hiddestorf, Pattensen und Lüdersen wächst der Widerstand gegen Pläne mit insgesamt bis zu 200 Meter hohen Windkraftanlagen.

Quelle: Torsten Lippelt

Hiddestorf. Eingeladen dazu hatte die erst wenige Tage zuvor gegründete Bürgerinitiative Hiddestorf – Ohlendorf (BI HiO). „Die Mitglieder der Bürgerinitiative sind Befürworter der Windenergie und der Energiewende. Der Ausbau in unmittelbarer Ortsnähe mit bis zu 200 m großen Windrädern - das entspricht der fünffachen Höhe des Kirchturms hier - wird jedoch als zu intensiv eingeschätzt“, sagte Veranstaltungsmoderator Ingo Bergner – selbst potentiell Betroffener aus Hiddestorf.

Man werde sich nicht scheuen, auch mit den Befürwortern der gegenwärtigen Planung in die Diskussion zu gehen, so Bergner weiter. Aber aktuell gehe es darum, noch bis Mittwoch, 17. August, in schriftlicher oder elektronischer Form begründete Eingaben gegen das kurze Zeit später zum Beschluss vorliegende Regionale Raumordnungsprogramm (RROP) bei der Region einzureichen.

Nur so könne man eventuell noch verhindern, dass das Gebiet zwischen Hiddestorf, Pattensen und Lüdersen mit mehr als 400 Hektar das größte ausgewiesene Vorranggebiet für Windkraftanlagen in der Region Hannover werde. Auf der Fläche sollen zahlreiche, bis zu 200 Meter hohe Windräder errichtet werden.

In konsequenter Veranstaltungsleitung erhielten die Bürger sodann eine „Druckbetankung“ zum Thema Windkraft: vom aktuellen ARD-Bericht „Der Kampf um die Windräder“, der sich kritisch mit Landschaftszerstörung und auch dem Thema Geld darum herum beschäftigte, über Anmutungen in Form von Fotomontagen, wie Hiddestorf zukünftig von der Ferne aussehen könnte, bis hin zu Erfahrungen anderer Bürgerinitiativen und Umweltorganisationen.

Dazu war unter anderem aus Lüdersen Carl-Hans Hauptmeyer angereist, Vorsitzender vom Förderverein Bergdorf Lüdersen. „Unsere schöne Heimat darf nicht weiter zerstört werden“, forderte er unter dem Applaus der Veranstaltungsteilnehmer.

Dafür stellte Ingo Bergner im Namen der BI HiO mehrere Möglichkeiten der bürgerlichen Einflussnahme vor: vom Mitmachen in der BI mit der Übernahme von Einzelaufgaben beim Recherchieren von Informationen, über im Ort ausliegende Unterschriftenlisten und eine Facebookseite der BI (https://www.facebook.com/groups/BISI.Hiddestorf/), bis hin zu eigenen Eingaben bei der Region beziehungsweise dem Unterzeichnen einer Online-Petition unter openpetition.de im Internet.

„Und da Kommunalwahlen anstehen, sprechen wir auch mit unseren Ratskandidaten vor Ort über das Thema“, kündigte Bergner an. „Diesen Umfang an Engagement hätte ich vor fünf Tagen noch nicht für möglich gehalten“, sagte er hoch erfreut über das Interesse der Hiddestorfer.

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Von Torsten Lippelt

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