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Heldermann kritisiert Arbeit der Regions-CDU

Hemmingen Heldermann kritisiert Arbeit der Regions-CDU

Kritik aus der eigenen Partei: Der Fraktionsvorsitzende der Regions-CDU, Bernward Schlossarek, musste sich für seine Arbeit und die seiner Kollegen rechtfertigen. Der stellvertretende Vorsitzende der CDU Hemmingen, Hermann Heldermann, forderte Schlossarek auf, mehr Gestaltungswillen zu zeigen.

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Der Vorsitzende der CDU-Regionsfraktion, Bernward Schlossarek (Mitte), begrüßt die Hemminger Kandidaten für die Regionswahl Jan Dingeldey (links) und Michael Körner.

Quelle: Tobias Lehmann

Hemmingen-Westerfeld. Schlossarek war sichtlich überrascht. "Ich hatte nicht damit gerechnet, mit der Kritik unserer politischen Gegner konfrontiert zu werden", sagte er in der Mitgliederversammlung der Hemminger CDU am Donnerstag im Sportheim in Hemmingen-Westerfeld. Der ehemalige Gehrdener Bürgermeister Hermann Heldermann bemängelte die fehlende Aktivität der CDU-Regionsfraktion. "Unsere Partei hat den Haushalt der Region abgelehnt, ohne selbst einen einzigen Antrag eingebracht zu haben. Wo ist der Wille zur Gestaltung?", fragte er vor den knapp 20 Anwesenden.

Schlossarek räumte ein, dass seine Partei dieses Jahr auf Anträge verzichtet habe. Dies sei aber keine Arbeitsverweigerung. "Jeder unserer Anträge wird von der rot-grünen Mehrheit der Regionsversammlung seit Jahren brutal zurückgewiesen. Deshalb haben wir dieses Jahr entschieden, den ganzen Schrott einfach komplett abzulehnen", sagte er bezogen auf den Regionshaushalt. Er hätte zum Beispiel Schulen gerne noch mehr finanziell unterstützt oder die Regionsumlage für die Kommunen weiter gesenkt. Doch durch die fehlende Mehrheit seiner Partei in der Versammlung sah er dazu keine Möglichkeit. Unterstützung bekam Schlossarek von seinem Stellvertreter aus Hemmingen, Jan Dingeldey. "Unsere Anträge werden nicht einmal diskutiert, bevor sie abgelehnt werden", sagte er. 

Gemeinsam mit Michael Körner wurde Dingeldey einstimmig zum Kandidaten für die Wahl der Regionsversammlung dieses Jahr aufgestellt. Dingeldey will sich unter anderem dafür einsetzen, dass Anträge aus den Kommunen schneller bearbeitet werden. Er kritisierte zudem, dass Regionspräsident Hauke Jagau (SPD) die Landeshauptstadt Hannover zu sehr in den Mittelpunkt stelle. "Die Region Hannover sollte sich nicht als zweite Landesregierung verstehen", sagte er. Als Beispiel nannte er den neuen Imagefilm der Region Hannover, der mit Ausnahme des Steinhuder Meers und der Marienburg keine Aufnahmen aus den 20 Kommunen zeige, die neben Hannover zur Region gehören.

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