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Cellist Maximilian Hornung besucht KGS-Schüler

Hemmingen-Westerfeld Cellist Maximilian Hornung besucht KGS-Schüler

Spitzencellist Maximilian Hornung ist schon mit Stargeigerin Ann-Sophie Mutter und vielen bekannten Orchestern gemeinsam aufgetreten. Jetzt hat er sich der 30-Jährige in den Dienst des Projektes „Rhapsody in School“ gestellt, das jungen Menschen - in diesem Fall den Achtklässlern der KGS Hemmingen - klassische Musik näherbringen will.

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Der Cellist Maximilian Hornung demonstriert den Achtklässlern der KGS Hemmingen sein Instrument. Er ist im Rahmen des bundesweiten Projekts „Rhapsody in School“ in
die Schule gekommen, um den Jungen und Mädchen klassische Musik näherzubringen.
Böger

Quelle: Böger

Hemmingen. Die Hemminger Schüler haben dazu an einer Probe für ein Konzert in der Staatsoper Hannover teilgenommen, das sie am Abend besuchen werden. Doch zuvor haben sie Gelegenheit, dem trotz seiner Jugend schon sehr bekannten Solisten Fragen zu stellen und sich aus dem Leben eines um die ganze Welt reisenden Musikers berichten zu lassen.

Hornung spielt zur Einstimmung auf seinem 300 Jahre alten Instrument und erzählt etwas über Robert Schumann, von dem auch ein Werk auf dem Programm am Abend steht. Er demonstriert mit kurzen Ausschnitten, dass der Komponist im ersten Teil „an sich zweifelt, richtig sauer auf sich ist, weil er es nicht schafft, glücklich zu sein“, während im zweiten Satz „Schmetterlinge über Blumenwiesen flattern“.

Allmählich tauen die Schüler auf und trauen sich zu fragen: „Dürfen Sie mitbestimmen, oder entscheidet der Dirigent alles?“ (Ist ein Wechselspiel, man nähert sich an.) „Wie lange dauert das Auswendiglernen?“ (Geht durch ständiges Üben relativ schnell.) „Ist Ihnen schon mal im Konzert eine Saite gerissen?“ (Ja, man sollte sie häufiger wechseln.)

Spontaner Beifall kommt auf, als Hornung einen Marsch von Sergej Prokofjew recht temperamentvoll interpretiert. Konzentriert und fasziniert folgen die Augen der Zuhörer den Bewegungen von Fingern und Bogen. Trotz der großen Virtuosität des Cellisten, die auch sein Publikum spürt, wird er gefragt, ob er auch „so schnell wie David Garrett“ spielen könne. „Nein, so schnell sicher nicht“, antwortet er lachend, greift aber sein Instrument und spielt ein weiteres Schumann-Stück. „Das war jetzt aber auch schon ganz schön schnell, oder?“, fragt Hornung und wird mit heiterem Beifall belohnt.

Thomas Böger

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